Rettungsplan für die Brunnenstraße

Nördlich des Bahnhofs Gesundbrunnen verläuft die quirlige Badstraße. Südlich des Verkehrsknotens kommt die Brunnenstraße seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr auf die Beine. Nun soll die einst attraktive Einkaufsstraße wieder auferstehen. In den nächsten Jahren soll nach dem Vorbild des Aktiven Zentrums Müllerstraße und des Lebendigen Zentrums Bad/Pankstraße das Fördergebiet Brunnenstraße seine Arbeit aufnehmen.

Die Brunnenstraße wird Fördergebiet. Foto: Andrei Schnell
Die Brunnenstraße wird Fördergebiet. Foto: Andrei Schnell

Vor Kurzem wurden die Anwohner im Brunnenviertel bei einem Kiezfest und bei einer Online-Umfrage nach ihren Wünschen für das Gebiet befragt. Wenig überraschend haben die Bewohner des Brunnenviertels dabei ihre seit Jahren formulierten Anliegen vorgetragen. In den 31 Beiträgen auf mein.berlin.de geht es um verbesserte Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf (Supermärkte), um Radspuren auf der Brunnenstraße und um die Durchsetzung der bestehenden Fußgängerzone Swinemünder Straße. Auch die Pflege der vorhandenen Grünflächen wird gewünscht. Eine neue und weitreichende Forderung ist die nach einer Umnutzung der Aral-Tankstelle zu einem Wohnhaus mit Nahversorgung.

Neues Fördergebiet Brunnenstraße

Das kommende Fördergebiet Brunnenstraße hat der Berliner Senat bereits im Juni vergangenen Jahres beschlossen. Vier Gebiete hat die Senatsverwaltung in das Städtebauförderprogramm Lebendige Zentren und Quartiere (LZQ) aufgenommen. Die Bezirke hatten sich mit 14 Gebieten beworben. Der Bezirk Mitte muss nun für sein neues Gebiet Brunnenstraße ein ISEK erarbeiten lassen. Die Anwohnerbefragung ist Teil des ISEKs. Der Bezirk hat das Büro BSM beauftragt, das ISEK zu schreiben. ISEK steht für Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept. Es beschreibt die Stärken und Schwächen des Gebiets und legt Ziele und Maßnahmen fest.

Wie der Berliner Senat vor einem Jahr mitteilte, investiert er in das Fördergebiet gemeinsam mit dem Bund, um in der Brunnenstraße die Erdgeschosse zu beleben. Das könnte über ein Geschäftsstraßenmanagement erreicht werden. Im Viertel sollen attraktive Orte zum Verweilen entstehen. Neue Grün- und Freiflächen sollen gestaltet werden.

Im Bundeshaushalt 2024 stehen 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit. Die drei Förderprogramme heißen Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung.

Beteiligungsverfahren zum ISEK

Am 7. Dezember startet das Online-Beteiligungsverfahren. Bis 5. Januar kann jede und jeder Maßnahmen im Gebiet vorschlagen oder kommentieren. Der Link zur Beteiligung wird hier nach dem 7. Dezember ergänzt. Für die Teilnahme benötige man ein Konto bei mein.berlin.de. Am 7. Dezember kann jeder außerdem beim BSR-Kieztag in der Demminer Straße von 9 bis 13 Uhr im persönlichen Austausch mit dem Planungsbüro über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept ins Gespräch kommen.

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