Am Leopoldplatz wird derzeit das Sicherheitsempfinden der Menschen in einer Online-Umfrage untersucht. Wer den Platz nutzt oder dort lebt, kann noch bis 30. Juni teilnehmen.

Fünf bis acht Minuten dauert es, sich durch das Online-Formular zu klicken. Gefragt wird, wie der Leopoldplatz genutzt wird, das subjektive Sicherheitsempfinden zu verschiedenen Tageszeiten und die Unterschiede zwischen den Bereichen des Platzes – vom Platz vor der Alten Nazarethkirche an der Müllerstraße bis zum hinteren Leopoldplatz, der offiziell Maxplatz heißt.
Die Fragen zielen auch darauf ab, die Wirksamkeit der verschiedenen Maßnahmen in den vergangenen Jahren zu bewerten. Hilft die kulturelle Belebung, macht das Platzteam einen Unterschied oder ändert mehr Polizeipräsenz die Situation? Diese und weitere Fragen sollen beantwortet werden.
Hintergrund der Umfrage
Hinter der Umfrage steckt Nico Bobzien, der für seine Masterarbeit zum Leopoldplatz forscht. „Mich hat die Diskussion um den Zaun im Görlitzer Park interessiert und ich fand in dem Zusammenhang spannend, was am Leopoldplatz versucht wird“, sagt der Student, der an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Kriminologie und Kriminalprävention studiert. Kein Zaun, aber ein Bündel an Maßnahmen sollen hier Verbesserungen bringen. Im Gespräch mit der Polizei stellte der Student fest, dass die Wirksamkeit der im Wedding gewählten Maßnahmen bisher nicht überprüft wurde. Deshalb nahm er sich das Thema für seine Masterarbeit vor.
Teilnahme und Ablauf
Der Fragebogen kann noch bis 30. Juni ausgefüllt werden. Er steht auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Polnisch und Türkisch zur Verfügung. Für die Teilnahme ist ein Mindestalter von 16 Jahren vorgesehen.
- Umfrage auf Deutsch
- Umfrage auf Englisch
- Umfrage auf Arabisch
- Umfrage auf Polnisch
- Umfrage auf Türkisch
Was mit den Ergebnissen passiert
Für seine Masterarbeit will Nico Bobzien neben der Befragung von Weddingerinnen und Weddingern noch vier Interviews mit Akteuren auf dem Leopoldplatz führen. Dabei sollen die Polizei, Fixpunkt, ein auf dem Platz tätiger sozialer Träger und das Bezirksamt zu Wort kommen. Die Ergebnisse der Umfrage und der Interviews fließen in die Masterarbeit ein, die bis Anfang August fertig sein soll. Seine Erkenntnisse will Nico Bobzien später beim Runden Tisch Leopoldplatz vorstellen. Auch im Brunnenmagazin wird darüber berichtet.

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