Am 24. August hat es einen öffentlichen Parkspaziergang im Mauerpark gegeben. Dabei ging es um die bestehende Fläche und den neu hinzu kommenden Parkteil und deren Nutzung. Unser Redaktionsmitglied Michael Becker ist im Park an der Grenze zum Brunnenviertel mit spaziert, hat zugehört und fotografiert. Die Frage war: Wie kann der Mauerpark aufgewertet werden?

Der Hintergrund: Der Mauerpark wird seit 1994 intensiver genutzt als ursprünglich erwartet. Diese starke Inanspruchnahme zog Verschleißerscheinungen nach sich. Die Grün Berlin GmbH will daher neben der Erweiterung des Parkgeländes auch die alte Fläche einer Regenerierung unterziehen. Die soll bis 2022 abgeschlossen sein.

Bis Ende 2018 soll zu diesem Zweck eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Das geschieht in Zusammenarbeit von Grün Berlin mit dem Senat für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und dem Straßen- und Grünflächenamt Pankow. Aber auch die Vorschläge von Anwohnern und Parknutzern sind gefragt. Vom 10. August bis 21. September fand auf der Webseite von Grün Berlin eine Online-Befragung statt. Auf einem öffentlichen Parkspaziergang am 24. August wurden Schwerpunkte der Parknutzung vorgestellt und Meinungen eingeholt. Die Ergebnisse sollen Ende des Jahres auf der Webseite von Grün Berlin präsentiert werden.

Parkspaziergang: Das sind die Probleme
Hier sind einige der angesprochenen Probleme vom Parkrundgang 24. August:
Es gibt Nutzungskonflikte von Radfahrern und Fußgängern auf der Schwedter Straße im Parkbereich. Der Wunsch der Parkbesucher ist eine deutliche Trennung von Rad- und Fußgängerwegen. Viele Radfahrer meiden die Schwedter Straße auch wegen der Glasscherben dort. Sie nehmen lieber die parallele Stadiondurchfahrt. Aber dort existiert keine Verkehrssicherungspflicht.
Weitere Wünsche sind: Straßenbeleuchtung, Toiletten, Trinkwasserbrunnen, zusätzliche Bäume zwischen bisheriger Bauminsel und Basketballplatz für Schatten und Lärmschutz, freie Sicht auf den Fernsehturm beibehalten, neue Nutzung für Wasserspielplatz am Falkplatz überlegen, nebenan Sportstation für alle Generationen einrichten.
Außerdem wird gewünscht, Hinweise zur Geschichte des Mauerpark einzubringen. Gedacht sind bisher an folgende Ereignisse:
- Ersten Mauerverlauf 1961 in Schwedter Straße sichtbarer in Markierung und deutlicher als eigentlichen Grenzverlauf markieren.
- Zweiter Mauerverlauf 1988 vom Mauersegler über Gleimtunnel bis Kopenhagener Straße wird durch Stahlband gekennzeichnet (keine Doppelspur Kopfsteinpflasterung).
- Hinweis auf Kanalfluchten Gleimstraße vom 13. August bis 15. September 1961.
- Hinweis zum Tunnelbau 1964 von der West-Berliner Gleimstraße 62 zur Korsörer Straße in Ost-Berlin.

Ganz oben in der Dringlichkeit stand für die Teilnehmer des Parkrundgang die Höhe der zulässigen Lärmemission, der Umgang mit den Musikdarbietungen. Nicht alle, aber einige Anwohner sehen ihre Wochenendruhe durch Musikdarbietungen über Verstärkeranlagen gefährdet. Den Musikern drohen Klagen und Anzeigen. Alexander Puell vom Verein Freunde des Mauerparks setzt sich für einen Interessenausgleich ein. Seit September dieses Jahres ist dafür ein runder Tisch eingerichtet worden.

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