Mein allererster Ferienjob im Kiez

Unser Autor ist 16 Jahre alt und hat im letzten Sommer zum ersten Mal in den Ferien gearbeitet. Er berichtet von seinen Erlebnissen beim Ferienjob im Café und Bistro Freysinn in der Jasmunder Straße.

Bitte servieren! Ein Gericht im Freysinn. Foto: Dominique Hensel
Bitte servieren! Ein Gericht im Freysinn. Foto: Dominique Hensel

Nachdem ich in den vergangenen Jahren bereits Schülerpraktika beim Straßen- und Grünflächenamt Mitte von Berlin und beim Centre Français de Berlin absolviert hatte, kam mir in diesem Jahr die Idee, einen bezahlten Ferienjob zu machen. Das Café und Bistro Freysinn lag dabei auf der Hand, da ich erstens noch keine Erfahrungen im Bereich Gastronomie hatte und etwas lernen konnte. Zweitens fällt mir das Café beim Blick aus dem Wohnzimmerfenster direkt ins Auge. Gefragt, getan. Während der Sommerferien ging es für mich deshalb nach dem Urlaub direkt an die Arbeit. Fünf Tage lang jeweils sechs Stunden im Bistro um die Ecke.

Nach einem erfreulich kurzen Arbeitsweg von ungefähr 90 Sekunden hieß es für mich gleich am ersten Tag: Schürze umgebunden und los geht’s. Zuerst draußen die Stühle und Tische auf die Terrasse stellen, dann wieder rein in die kleine Küche und Gemüse schnippeln. Schon jetzt wurde mir klar, dass mein Aufgabenbereich vielseitig ist und sicher keine Langeweile aufkommen wird, auch wenn die Kundschaft um diese morgentliche Uhrzeit noch fernblieb. Das änderte sich gegen Mittag.

Nach einer kurzen Essenspause, bei der ich eines der angebotenen Tagesgerichte vorkosten konnte, wurden Außen- und Innenbereich schnell voll und ich fungierte hauptsächlich als Tellerträger. Dabei ging es für mich mal beladenen Tellern rein und mit leeren Tellern zurück. Jene Gerichte wechselten dabei jeden Tag und bestanden allesamt aus für mich ungewöhnlichen Zutatenkombinationen, vielen mir bis dahin noch völlig unbekannten Getreidesorten sowie mit viel Gemüse und einer großen Salatportion.

Kollegen auf Zeit: Koch Sedat Bilkin, Ferienjobber Jakob Hensel und Café-Mitbetreiberin Ann-Kathrin Mätzold. Foto: Andrei Schnell
Kollegen auf Zeit: Koch Sedat Bilkin, Ferienjobber Jakob Hensel und Café-Mitbetreiberin Ann-Kathrin Mätzold. Foto: Andrei Schnell

Am zweiten Tag kamen mir schon die ersten Gesichter bekannt vor. Das Freysinn überzeugt seine Gäste also, so dass diese zu Wiederhohlungsessern werden. Genau wie den Gästen die Abwechslung beim Essen gefiel, mochte auch ich besonders den Abwechslungsreichtum meiner Tätigkeiten. Auch habe ich gemerkt, dass es mir wichtig ist, dass ich in einem Team mit netten Kollegen arbeite. Mein Fazit beim Freysinn: Ich komme gern wieder.

Mein allererster Ferienjob hatte vor Beginn aber noch ein Vorspiel, das ich nicht verschweigen möchte. Lange bevor ich meinen ersten Arbeitstag antrat, musste ich mir beim Gesundheitsamt Mitte eine gesetzliche Hygienebelehrung anhören und habe danach eine sogenannte „Rote Karte“ in Form eines weißen DIN-A4-Blattes erhalten. Sie ermöglichte es mir offiziell, im Bereich Gastronomie tätig zu sein. Diese Formalität macht es mir aber auch für die Zukunft möglich, ohne eine erneute Belehrung in meinen nächsten Ferienjob zu starten.

📍 Kiez: ,

Kommentare

  1. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    nochmal Morjen

    hab es schon mal gesagt… aus dem Jungen wird was !!! Hoffe er tut das freiwillig :)))
    kommt im aussehen wohl nach seinem Vater !?!?

    sonnige Woche noch

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Morgen! Natürlich macht er das freiwillig. Welcher 16-Jährige lässt sich von seinen Eltern schon sagen, was er tun soll… Zum Aussehen: außen Papa, innen Mama – oder umgekehrt ;)

  2. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    icke musste mit 16 machen wat meine Eltern von mir wollten, deswejen bin ick ooch mit 19 abjehaun …. sonst hätte dit wohl noch ordentlich jerummst im Karton

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