Mein Wedding 2026: Kunstwerke für die Müllerstraße gesucht!

Der Kunstwettbewerb „Mein Wedding“ startet in eine neue Runde. Er findet 2026 zum zehnten Mal statt. Gesucht werden künstlerische Arbeiten, die den Wedding aus persönlicher Perspektive zeigen – ob Malerei, Fotografie oder Collage. Einsendeschluss ist der 8. August. Die ausgewählten Motive werden im Herbst als großformatige Plakate auf dem Mittelstreifen der Müllerstraße ausgestellt.

Platz 1 im Jahr 2020: Ein Aquarell von der Wiesenburg von Katrin Merle. Foto: Hensel
Platz 1 im Jahr 2020: Ein Aquarell von der Wiesenburg von Katrin Merle. Foto: Hensel

Rückblick: Motive so vielfältig wie der Wedding

Die ausgestellten Motive in den vergangenen Jahren waren so verschieden wie der Wedding selbst bunt und vielfältig ist. Eine romantische Malerei von der Wiesenburg war unter den Gewinnermotiven, eine Fotografie vom Parkhaus nahe dem S-Bahnhof Wedding oder ein Silvesterfeuerwerk, aufgenommen vom Karstadt-Dach.

Erinnert sich noch jemand an die Tauben an der Osloer Straße, die vor der ankommenden Straßenbahn wegfliegen? Eine private Porträtaufnahme hat einmal ein Mädchen im Jahr 1932 gezeigt, das im Virchow-Krankenhaus zur Welt gekommen war. Es gab auch ein bearbeitetes gelbes Reclam-Heft, auf dem stand „Wedding #65 – Reclaim Your City“.

Gewinnermotiv im Jahr 2018: Eine private Aufnahme von V. Loeschner. Die inzwischen ältere Dame (im Rollstuhl) kam persönlich zur Eröffnung der Ausstellung in der Müllerstraße. Foto: Hensel
Gewinnermotiv im Jahr 2018: Eine private Aufnahme von V. Loeschner. Die inzwischen ältere Dame (im Rollstuhl) kam persönlich zur Eröffnung der Ausstellung in der Müllerstraße. Foto: Hensel

Mitmachen: Kunst für den öffentlichen Raum

Es sind ganz verschiedene Sichtweisen auf den Stadtteil, die bei „Mein Wedding“ geteilt werden. Manche zeichnen auch aktuelle Debatten nach. So thematisiert das Bild vom früheren Standort des Gemeinschaftsgartens Himmelbeet knapper werdende Flächen. „Lieber Freiraum…“ stand bei diesem Motiv auf einem Schild, das über Hochbeeten zu schweben scheint.

Ob von der Aquarellgruppe, von Grafikerinnen, von Schulklassen oder Hobbyfotografen – Mitmachen kann jede und jeder mit einer künstlerischen Umsetzung des Wedding-Gefühls.

Eine Jury wählt aus allen Einsendungen zwölf Arbeiten aus, die im Oktober und November als großformatige Plakate auf dem Mittelstreifen der Müllerstraße zu sehen sein werden. In diesem Jahr startet die Ausstellung etwas später als üblich, da zunächst noch die Plakate zur Berlin-Wahl abgebaut werden müssen, bevor die Kunstwerke den öffentlichen Raum übernehmen können.

Platz 1 im Jahr 2024: Parkhaus Müllerstr. 174. Eine Fotografie von Günter Schmid. Foto: Hensel
Platz 1 im Jahr 2024: Parkhaus Müllerstr. 174. Eine Fotografie von Günter Schmid. Foto: Hensel

Publikumspreis und Preisgelder

Auch ein Publikumspreis wird in diesem Jahr erneut vergeben: Besucher:innen können dabei selbst abstimmen, welches Werk den Wedding am besten repräsentiert. Für die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler ist ein Preisgeld zwischen 100 und 300 Euro vorgesehen. Organisiert wird der Wettbewerb wie in den Vorjahren vom Centre Français de Berlin.

Bewerbung und Teilnahmebedingungen

Eingereicht werden können maximal zwei Arbeiten pro Person. Die Bewerbung erfolgt per E-Mail an meinwedding@centre-francais.de, als PDF oder PNG im Querformat. Als Betreff soll „Mein Wedding 2026 [Name, Vorname]“ angegeben werden.

Mit dem Wettbewerb wird die Müllerstraße erneut zur offenen Galerie, in der verschiedene Blickwinkel auf den Stadtteil sichtbar werden. Finanziert wird „Mein Wedding“ mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendiges Zentrum“.

Mein Wedding: Weiterlesen

Alle Gewinnermotive aus dem vergangenen Jahr sind im Beitrag „Mein Wedding: Was ist das Wedding-Gefühl?“ zu sehen. Die besten Weddingmotive aus dem Jahr 2024 sind im Beitrag „Vier Überraschungen bei „Mein Wedding“ abgebildet.

Transparenzhinweis: Unsere Autorin Dominique Hensel arbeitet seit mehreren Jahren ehrenamtlich in der Jury des Kunstwettbewerbs mit. 

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