Das Müll Museum Soldiner Kiez verliert zum Jahresende seine Räume in der Stephanuskirche. Weil die Kirche in der Prinzenallee saniert werden soll und zur Baustelle wird, wird der regulär endende Mietvertrag für das Projekt nicht mehr verlängert. Nun wird ein neuer Raum gesucht – doch das ist nur eine Option.

Das Museum wurde 2018 mit Mitteln vom Quartiersmanagement Soldiner Straße eingerichtet. Im Museum sind Exponate zu sehen, die sich mit dem Thema Müll beschäftigen und die auch Themen wie Sexismus, Konsumkritik, Rassismus und Flucht thematisieren. Der Ort, der von Lena Reich und ihrem Team geschaffen wurde, ist aber auch ein Raum für Workshops mit Kinder- und Jugendgruppen. Das Museum war auch der Schauplatz für den ersten Müll-Gipfel des Bezirks Mitte. Fördermittel vom Quartiersmanagement für die inhaltliche Arbeit erhält das Team auch im kommenden Jahr noch. Bevor das Museum endgültig der Geschichte angehört, soll laut Quartiersmanagement im kommenden Jahr nämlich noch ein Kurzfilm entstehen.

Laut Lena Reich wäre es wünschenswert, für das letzte geförderte Projektjahr einen neuen Raum zu finden. Offenbar glaubt das Team aber nicht daran, dass das gelingen wird. Wie das Quartiersmanagement Soldiner Straße auf seiner Webseite schreibt, bestehe die Hauptidee derzeit darin, „eine Art Wanderausstellung im Kiez zu organisieren oder einzelne Kunstwerke gar ein wenig entfernt vom Kiez im Gesundbrunnen-Center auszustellen, bevor sie versteigert werden könnten“. Laut Lena Reich vom Müll Museum könnten einzelne Kunstwerke aber auch bereits jetzt käuflich erworben werden. Interessenten können sich per E-Mail unter der Adresse muellmuseuemsoldinerkiez@gmail.com melden. Ebenso können mögliche Ausstellungsorte oder Ideen für einen neuen Raum gemeldet werden.
Das Museum in der Prinzenallee 39 bleibt bis Ende des Jahres geöffnet. Es kann an jedem Freitag von 13 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden.



Weiterlesen zum Thema
Das Museum ist auch über seine Webseite zu erreichen. Mehr zur Sanierung der Stephanuskirche steht im Beitrag Stephanuskirche: Gemeinde saniert und gibt Gebäude ab.
Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben.

Kommentar verfassen