Diesterbeet: Neue Nutzungen am ehemaligen Gymnasium

Liebe Leserin, lieber Leser, heidewitzka, ist am Diesterweg was los! Gestern erst dicht gemacht und heute, nur elf Jahre später, stehen auf dem illegalen Parkplatz vor der Tür schon nachbarschaftlich betreute Hochbeete – das Diesterbeet des Brunnenviertel e.V. Und es kommt noch toller: Der Sportplatz wird wieder für Sport und andere Aktivitäten genutzt, jeder kann mitmachen – beim JuPoint-Brunnenviertel Projekt von Caju e.V. Erst gerade hat das erste Nachbarschaftsfest dort stattgefunden.

Ist es nicht ein unglaublich dolles Ding, dass öffentliche Flächen im Herzen der Stadt öffentlich genutzt werden können? Und alles dank einer Mitarbeiterin im Bezirksamt, die irgendwann auf die Idee kam, dass das doch eine gute Idee wäre. Geschenkt, dass es bis dahin eines jahrelangen ermüdenden, frustrierenden Argumentierens, Bittens und immer wieder Nachhakens von Nachbarinnen und Nachbarn, des Brunnenviertel e.V., des Quartiersmanagements und vieler weiterer Akteure bedurfte.

Zugehört und Lösungen gefunden

Geht doch. Wenn man nur will. Und seinen Beruf als Berufung zum Dienst am Gemeinwesen begreift. Nicht Bedenken trägt sondern nach Möglichkeiten sucht. Hier treffen sich soziale Arbeit und Verwaltung. Ermächtigen, also Menschen befähigen, ihre Stimme zu erheben, um gehört zu werden, und ermöglichen, also zuhören und Wege zur Lösung finden. Beides braucht es, damit eine Gemeinschaft funktioniert.

Als das Band zur Öffnung des Sportplatzes durchschnitten wurde, stand die Politik im Rampenlicht. Die besagte Mitarbeiterin stand abseits, ohne öffentlichen Dank. Den wolle sie auch nicht, sie habe nur ihren Job gemacht. Sie war zufrieden mit dem Ergebnis. Wir auch. Ende gut, alles gut?

So wird das nichts!

Viele Stellen im Amt sind ausgeschrieben, bei fast allen ist die vordringlichst geforderte Befähigung: Verwaltungskenntnisse. Und schaut man im Anforderungsprofil genau hin, so heißt es „Dienstleistungsorientierung – ist ein […] verlässliches und aufgeschlossenes Gegenüber, nutzt Ermessensspielräume kundenorientiert“ = „nicht so wichtig“. Geht´s noch? So wird das nix, liebe Verwaltung.

Wenn es was werden soll, liebe Nachbarinnen und Nachbarn, dann einfach machen. Gemeinsam. Mit anderen. Für andere. Und wenn Sie dabei Rat und Unterstützung brauchen, dann melden Sie sich bei mir, Ihrem Stadtteilkoordinator

Jochen Uhländer
E-Mail: stk-brunnenstrasse-nord@berlin.de

Wer beim Diesterbeet mitmachen, also mitgärtnern möchte, bitte hier melden: (030) 48 47 19 33 oder brunnengaerten@brunnenviertel.de. Wer beim JuPoint-Brunnenviertel mitmachen möchte, also die Fläche nutzen will, bitte hier melden: info@jupoint.de oder (0800) 11 30 13 09.

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Weiterer Kolumnen der Stadtteilkoordination Brunnenstraße Nord gibt es hier: Kolumnen STK

Mehr Beiträge über die Stadtgärten im Wedding und in Gesundbrunnen sind auf der Seite Nachhaltigkeit im Wedding (Abschnitt „Urbanes Gärtnern“) zu finden.

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