Was im neuen Anbau des Olof-Palme-Zentrums entsteht

Bis zum Jahresende soll der Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums im Brunnenviertel fertig werden. Mitte September wurde das Gerüst abgebaut. Im Anbau bekommt das Stadtteilzentrum mehr Platz für seine Nachbarschaftsangebote. Der bisherige Bau steht dann vor allem dem Jugendklub Volta65 zur Verfügung. Bei einer Baustellenführung gab es bereits Einblicke in die neuen Räume.

Besucherinnen und Besucher stehen bei einer Baustellenführung im neuen Anbau des Olof-Palme-Zentrums vor einer Wand mit blauen Einbauschränken.
(Bildunterschrift) Bei einer Baustellenführung im Sommer 2026 konnten Interessierte die neuen Räume des Olof-Palme-Zentrums besichtigen. Foto: Sulamith Sallmann

Bei einer Baustellenführung im Sommer konnten Interessierte den Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums besichtigen. Jeder konnte dabei sehen: Hier sind die Architekten und das Jugendamt als Bauherr mit Herzblut ans Werk gegangen. Es war zu erfahren, dass das Jugendamt für den Neubau eine Abteilung eingerichtet hat. Sie beschäftigt sich mit der Bauplanung und hat Ideen zur Nutzung aus der Nachbarschaft mit eingeplant. Ich finde, es ist ein gelungenes Konzept!

Mehr Platz für die Nachbarschaft

Vor dem Gebäude gibt es eine kleine Terrasse, an der Rückseite des Hauses befindet sich in Zukunft eine Werkstatt für den Kiez. Von dort aus kann man auch in einen großen Garten gehen, der eine Anbindung an die Vineta-Grundschule hat. Auch hier können später Aktivitäten stattfinden.

Im ersten Stock des Anbaus befindet sich ein großer Raum für Bewegung und eine Dachterrasse für diverse Nutzungsmöglichkeiten. Auf der Etage gibt es noch einen weiteren großen Raum. Er kann geteilt werden, sodass zwei Seminare gleichzeitig stattfinden können. Schön ist außerdem, dass an eine kleine Küche für Kaffee und Kuchen gedacht wurde.

Weißer Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums im Brunnenviertel ohne Gerüst. Vor dem Gebäude stehen ein Bauzaun und Baumaterialien.
Mitte September 2026 war das Gerüst am Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums abgebaut. An den Außenanlagen wurde noch gearbeitet. Foto: Dominique Hensel

Ein Blick auf den Innenausbau

Bei der Baustellenführung waren die Arbeiten bereits sehr weit vorangeschritten. Die Decken und Wände waren alle verkleidet, aber überall hingen noch Kabel raus. Alle Türen waren bereits vorhanden, die Schränke schon eingebaut. Die Rollen mit dem Bodenbelag waren da und warteten auf die Verlegung.

Bei der Führung hieß es, dass die Einweihung Ende 2026 oder Anfang 2027 stattfinden soll. Ich habe ein gutes Gefühl. Man kann den Ehrgeiz spüren, trotz anfänglicher Verzögerungen das Haus so schnell wie möglich fertigzustellen.

Besucherinnen und Besucher bei einer Baustellenführung vor dem Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums im Brunnenviertel.
Bei einer Baustellenführung im Sommer 2026 konnten Interessierte den Erweiterungsbau des Olof-Palme-Zentrums kennenlernen. Foto: Sulamith Sallmann

Ein Campus mit vielen Angeboten

Im Erdgeschoss des Anbaus gab es bei dem Baustellenrundgang Informationen über den Campus, zu dem auch der Anbau gehört. Das Olof-Palme-Zentrum und die Vineta-Grundschule bilden nämlich den ersten Campus in Berlin-Mitte. Auch die neue Turnhalle an der Putbusser Straße gehört dazu.

Der Campus hat ein riesiges Angebot. Die Möglichkeiten reichen von Bildung und Beratung bis hin zu Aktivitäten für die Nachbarschaft. Bei dem Rundgang konnte man erfahren, welche Angebote es schon auf dem Campus gibt, wo man verweilen, spielen oder Angebote nutzen kann.

Schmetterlinge im Bauch

Ich muss sagen, ich habe schon ein wenig Schmetterlinge im Bauch. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Schule, in der ich selbst sieben Jahre gelernt habe, zum Campus wird und ich mittendrin und Teil einer großen Gemeinschaft bin! Es ist eine Initiative, die den Kiez nach vorne bringen will.

Wenn ich heute den Schulhof betrete oder wie bei der Besichtigung durchs Haus gehe, werden Erinnerungen wach. Sogar die alte kleine Turnhalle ist noch da. Hier ist die Zeit stehen geblieben – alles ist noch wie damals. Sogar die alten Holzbänke gibt es noch. Nun wird aus dieser Halle eine Mensa, etwas ganz Neues.

Ich bin im Brunnenviertel aufgewachsen, bin hier zur Schule gegangen und habe hier meine Kindheit verbracht. Auch meine Kinder sind hier aufgewachsen. Ich habe erlebt, wie das Brunnenviertel schlechte Zeiten erleben musste und wie es durch viel Engagement verschiedener Akteure im Brunnenviertel wieder bergauf geht.

Daran sind viele Menschen beteiligt. Es ist toll, dass ich dazugehören und das erleben darf. Das denke ich, als ich mich bei der Baustellenführung im Anbau des Olof-Palme-Zentrums umschaue.

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