Über dem Anbau des Olof-Palme-Zentrums in der Demminer Straße schwebt ein Richtkrone. Beim Richtfest am Freitag (15.11.) war deutlich zu spüren, wie wichtig den Mitarbeitenden, den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung und auch den Nachbarn aus dem Kiez diese Erweiterung ist. Sehr zahlreich haben sie sich unter der Richtkrone versammelt.

Die Erleichterung über den geschafften Meilenstein für den Anbau des Olof-Palme-Zentrums (OPZ) war beim traditionellen Richtfest fast mit Händen zu greifen. Neben Politiker:innen aus dem Bezirk und vom Senat kamen zahlreiche Vertreter von Einrichtungen aus dem Kiez und viele Nachbarn und Nachbarinnen. Sie konnten den Rohbau betreten und sich die ersten Nutzungspläne erklären lassen. In mehreren Redebeiträgen wurde aber auch gewarnt, jetzt an der sozialen Infrastruktur zu sparen – an inhaltlichen Angeboten für Kinder und Jugendliche und für die erwachsene Nachbarschaft. Denn nur mit einer konstanten Unterstützung könne so ein Haus mit Inhalt gefüllt werden. Später ging es beim Zusammensein rund um das leckere Buffet vom Karahane e.V. um die aktuellen Sparpläne des Senats, aber natürlich auch um den Neubau im Brunnenviertel. Oft war zu hören, dass nicht wenige staunten, wie viel Räume der Erweiterungsbau umfasst. Von außen wirkt das neue Haus kleiner. Man sieht ihm die drei Etagen und seine Tiefe von er Straße aus nicht an.



Der Anbau soll Platzmangel beenden
Dass die Erweiterung nötig geworden ist, war in den letzten Jahren im Brunnenviertel immer wieder zu hören. Das bisherige Olof-Palme-Zentrum, das einen Jugendklub und einen Nachbarschaftstreff unter einem Dach beherbergt, ist regelmäßig ausgelastet. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Angeboten und Räumen stetig. Es gebe einfach nicht genug Räume für die vielen Aufgaben, fassen die Mitarbeitenden die aktuelle Situation zusammen. Für neue Projekte werde es zudem immer schwieriger, ein freies Zeitfenster zu finden. Sozialstadtrat Christoph Keller (Linke), drückt den nun bevorstehenden Befreiungsschlag beim Richtfest so aus: „Endlich mehr Platz, mehr Angebote, mehr Olof-Palme-Zentrum“.
Zudem ist vor kurzem aus dem Olof-Palme-Zentrum das Olof-Palme-Stadtteilzentrum geworden (OPZ ist jetzt Stadtteilzentrum). Was nur nach einem kleinen Zusatz klingt, bedeutet neben einer anderen Förderung (durch den Senat) auch einen gestiegenen Umfang an Nachbarschaftsarbeit. Da kommt der Anbau gerade zur richtigen Zeit. Er soll das Stadtteilzentrum beherbergen, während der Jugendbereich im Bestandsgebäude mehr Platz hat.


So soll der Anbau werden
Im Eingang des neuen OPZ soll es viel Glas geben. Das Erdgeschoss soll Platz bieten für ein Nachbarschafts-Café, in den oberen Etagen sind Seminarräume und einen Saal geplant. Ob Bewegungsangebot in großer Gruppe oder Workshop in kleiner Runde, das Haus soll für alle Angebote passende Räume haben. Auch eine Dachterrasse wird es geben, die für Angebote genutzt werden soll. Mehr über die Baumaßnahme und die geplante Nutzung steht in den Beiträgen Vom Wachsen und Werden und Ein Haus für jede Gelegenheit.
Der Anbau kostet fünf Millionen Euro. Das Bauprojekt wird mit Mitteln aus den Programmen „Soziale Infrastrukturmaßnahmen in sozial benachteiligten Quartieren“ und „Europa im Quartier“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert. Der Bau ging zuletzt schnell voran. Schon im nächsten Jahr soll die Eröffnung gefeiert werden.


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