Sommerkino auf dem Leo: Jetzt den Wunschfilm bestimmen

Das Sommerkino auf dem Leopoldplatz kommt zurück. Die beliebte Reihe auf der Wiese neben der Alten Nazarethkirche wird auch in diesem Jahr mit einer Theatervorstellung für Kinder ergänzt. Zudem läuft an einem der vier kostenfreien Kinoabende ein Wunschfilm. Bis 1. Juli können alle Interessierten für ihren Favoriten abstimmen und das Programm mitgestalten.

Beim Sommerkino auf der Wiese neben der Alten Nazarethkirche. Foto: Hensel
Beim Sommerkino auf der Wiese neben der Alten Nazarethkirche. Foto: Hensel

Welchen Film wählt der Wedding?

Für den Wunschfilm stehen vier Dokumentarfilme zu ganz unterschiedlichen Themen zur Auswahl. Die Langzeitdokumentation „Spielerinnen“ begleitet türkische Fußballspielerinnen aus Berlin-Kreuzberg. „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ zeichnet die Entwicklung Deutschlands hin zu einer restriktiveren Migrationspolitik nach. In „Nichts bleibt und nichts verschwindet“ steht die urbane Transformation in Moabit im Mittelpunkt. Um Musik und Kunst im Westberlin der 1980er-Jahre geht es in „B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989“.

Abstimmung: digital und analog

Die Abstimmung läuft bis zum 1. Juli und ist auf zwei Wegen möglich. Online kann bereits jetzt abgestimmt werden. Wer lieber analog wählen möchte, kann seine Stimme ab Mitte kommender Woche am grünen Bauwagen des Platzteams auf dem Leopoldplatz und in der Schiller-Bibliothek abgeben.

Hier geht’s zur Film-Abstimmung.

Vor dem Kino kommt Kindertheater

Das Freiluftkino auf dem Leopoldplatz startet im August. Die Termine werden auch im Brunnenmagazin veröffentlicht. Dem Filmprogramm, das bereits seit mehreren Jahren stattfindet, ist in diesem Jahr wie im vergangenen Jahr eine kostenfreie Theatervorstellung für Kinder vorangestellt.

Sie findet am 1. Juli auf dem Leopoldplatz statt. Ab 15.30 Uhr spielen das Zenobia Theater und das Atze Musiktheater für Kinder ab zwei Jahren. Die Veranstaltung beginnt mit einer Vorstellung des Zenobia Theaters. „:Yellow Marshmallow“ ist ein lustiges Theaterstück, das Objekt Theater und Clownerie kombiniert. Um 17 Uhr folgt das Stück „Du hast angefangen! Nein, du!“ des Atze Musiktheaters. Hierbei geht es um einen handfesten Streit – mit überraschend fröhlichem Ausgang. Das Stück ist eine musikalische Annäherung nach der bekannten Bilderbuchgeschichte von David McKee.

Wer das Sommerkino finanziert

Sommerkino und Kindertheater werden aus Mitteln der Städtebauförderung im Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren und Quartiere“ beziehungsweise im Fördergebiet „Lebendiges Zentrum und Sanierungsgebiet Wedding-Müllerstraße“ finanziert und im Auftrag des Bezirksamts Mitte von Berlin durchgeführt. Organisiert werden die Veranstaltungen wie in den Vorjahren von der Weddinger Kommunikationsagentur georg+georg.

Diese Filme stehen zur Auswahl

Szene aus "Spielerinnen". Filmstill: Pong Film
Szene aus „Spielerinnen“. Filmstill: Pong Film

Wunschfilm-Kandidat 1: Spielerinnen

„Spielerinnen“ ist eine filmische Langzeitbeobachtung. Die Regisseurin Aysun Badem begleitet seit 30 Jahren einige türkische Fußballspielerinnen aus Kreuzberg. Nach ihrem Film „Mädchen am Ball“ richtet sie nun den Blick auf die Spielerinnen von damals und ihre in Deutschland geborenen Töchter.

Das vielschichtige Porträt zeigt, wie die ältere Generation in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgt, während die Töchter ihre eigene Welt erobern – zwischen Instagram, Selbstfindung und familiärer Verantwortung. Die Dokumentation wurde für den Grimme-Preis 2026 nominiert.

Deutschland 2024, 86 Minuten, FSK 0, Sprache Deutsch, Türkisch (englische Untertitel)
Blick in den Film: zum Trailer, zum Filmtipp bei radioeins

Szene aus "Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes". Filmstill: Nashorn Filmhaus
Szene aus „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“. Filmstill: Nashorn Filmhaus

Wunschfilm-Kandidat 2: Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes

Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz Geflüchteter, hin zu Abschottung und Abschreckung. Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den gesellschaftlichen Diskurs. Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, humanitäre Hilfe gerät unter Druck.

Der Dokumentarfilm von Max Ahrens und Maik Lüdemann geht den Ursachen dieser politischen Entwicklung nach. Die Reise beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz, aber auch auf ziviles Engagement trifft.

Deutschland 2025, 105 Minuten, FSK 12, Sprache: Deutsch (englische Untertitel)
Blick in den Film: zum Trailer

Szene aus dem Film "Nichts bleibt und nichts verschwindet". Filmstill: Paul Sonntag
Szene aus dem Film „Nichts bleibt und nichts verschwindet“. Filmstill: Paul Sonntag

Wunschfilm-Kandidat 3: Nichts bleibt und nichts verschwindet

Die vertrauten Geräusche einer Supermarktkasse, ein routinierter Griff, ein letzter Blick durch die Regale: In Moabit verschwindet ein Ort des Alltags. Ein Edeka-Markt weicht einem Neubau mit Eigentumswohnungen, einem Café und einem Yoga-Studio im Erdgeschoss.

Über fünf Jahre begleitet der Filmemacher Paul Sonntag, der nur zwei Häuser weiter wohnt, mit ruhiger und konzentrierter Kamera den Prozess der Veränderung. In langen Einstellungen beobachtet er Menschen in ihrem Arbeitsalltag und lässt Raum für subtile, humorvolle Momente. Die präzise Betrachtung einer unscheinbaren Straßenecke wird so zu einem sensiblen Porträt urbaner Transformation.

Deutschland 2026, 79 Minuten, FSK 0, Sprache: Deutsch, Englisch, Rumänisch (englische Untertitel)
Blick in den Film: zum Trailer, zum Interview mit Filmausschnitten

Filmszene aus "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989". Filmstill: Interzone Pictures
Filmszene aus „B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989“. Filmstill: Interzone Pictures

Wunschfilm-Kandidat 4: B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989

Der vierte Wunschfilm-Kandidat ist eine Dokumentation über Musik, Kunst und Chaos im wilden Westberlin der 1980er-Jahre. Noch vor dem Ende des Kalten Krieges war Westberlin ein Mekka der Sub- und Popkultur für Künstler, Hausbesetzer und Hedonist aus aller Welt.

Persönlichkeiten wie Nick Cave, Blixa Bargeld und Christiane F. lebten und wirkten hier. Der Film von Jörg A. Hoppe, Heiko Lange und Klaus Maeck begibt sich mithilfe von Interviews und historischem Filmmaterial auf Spurensuche in der letzten Dekade, in der Berlin noch geteilt war.

Deutschland 2015, 92 Minuten FSK 16, Sprache: Deutsch, Englisch (englische Untertitel)
Blick in den Film: zum deutschen Trailer, zum englischen Trailer

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Das Brunnenmagazin ist Medienpartner des Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Weitere Neuigkeiten über die kostenlose Veranstaltungsreihe werden demnächst veröffentlicht.

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Kommentare

  1. Avatar von Manuela Zint
    Manuela Zint

    Nichts bleibt und Nichts verschwindet

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Hast Du abgestimmt? Der Link ist im Beitrag.

      1. Avatar von Manuela Zint
        Manuela Zint

        Ja habe ich

  2. Avatar von Monika
    Monika

    Film Nr 3 Nichts bleibt und nichts verschwindet

    1. Avatar von Danie
      Danie

      Habe für Film Nr 3 abgestimmt. Nichts bleibt und nichts verschwindet.

  3. Avatar von Sarah
    Sarah

    Ja habe ich

  4. Avatar von Joyce
    Joyce

    Film Nr. 3
    Nichts bleibt und nichts verschwindet

  5. Avatar von Riicci
    Riicci

    Ricci hatte auch gefällt mir gemacht

  6. Avatar von Joanna Rupp
    Joanna Rupp

    Film nr. 3
    Nichts bleibt und nichts verschwindet

  7. Avatar von Simone Frost
    Simone Frost

    Film Nr 3

  8. Avatar von Torsten
    Torsten

    Also wenn du miterleben willst wie ein Berliner Supermarkt abgerissen wird und ein neues Wohnhaus geschäfte .entstehen.kann ich diesen nur empfehlen.

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