4 x Sommerkino auf dem Leopoldplatz

Es ist fast schon eine kleine Tradition: das Open-Air-Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Mit dem kostenfreien Angebot will der Bezirk Weddings zentralen Platz kulturell beleben. In diesem Jahr sind vier Kinovorstellungen geplant, eine mehr als im Vorjahr. Das erste Mal wird die Leinwand in diesem Sommer am 21. August an der Alten Nazarethkirche auf dem vorderen Leopoldplatz aufgebaut.

Beim Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel
Beim Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel

Sommerkino #1: Alles steht Kopf 2

Am Donnerstag, dem 21. August, läuft bei der kostenfreien Open-Air-Kino-Reihe auf dem Leopoldplatz der Film „Alles steht Kopf 2“ (FSK 0). Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

Darum geht es: „Alles steht Kopf 2“ ist ein US-amerikanischer Computeranimationsfilm. Im Zentrum des Geschehens steht Riley Andersen, 13 Jahre alt und damit im Teenageralter. Zusammen mit ihren zwei besten Freundinnen spielt sie gern und gut Eishockey. So viel, dass ihr Trainer die drei zum Trainingscamp einlädt, wo sie beweisen wollen, dass sie das Zeug zum Aufstieg ins Jugendteam haben. Doch ausgerechnet am Vorabend bricht in Rileys emotionaler Schaltzentrale mit der ungestümen Ankunft unberechenbarer neuer Emotionen Tumult aus. Und mit ihrer Ausgeglichenheit hat es erstmal ein Ende.

Hier geht es zum offiziellen Trailer für „Alles steht Kopf 2“ auf der Videoplattform Youtube:

Sommerkino #2: Sonne und Beton

Am Samstag, dem 30. August, läuft bei der kostenfreien Open-Air-Kino-Reihe auf dem Leopoldplatz der Film „Sonne und Beton“ (FSK 12). Die Vorstellung beginnt um 20.30 Uhr.

Darum geht es: „Sonne und Beton“ ist die Verfilmung des autobiografisch inspirierten gleichnamigen Bestsellers von Felix Lobrecht. In der Geschichte brechen vier Klassenkameraden im Hitzesommer 2003 in ihre Schule in Berlin-Gropiusstadt ein, in der Hoffnung, so ihre Geldprobleme zu lösen. Der Plan gelingt – fast.

Hier geht es zum offiziellen Trailer für „Sonne und Beton“ auf der Videoplattform Youtube:

Sommerkino #3: Sisterqueens

Am Donnerstag, dem 4. September, läuft bei der kostenfreien Open-Air-Kino-Reihe auf dem Leopoldplatz der Film „Sisterqueens“ (FSK 6). Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

Darum geht es: Sommerkino-Film Nummer drei ist ein echter Wedding-Film. Die drei Freundinnen Jamila (9), Rachel (11) und Faseeha (12) sind Teil des Rap-Projekts Sisterqueens im Wedding. Unter Anleitung etablierter Rapperinnen lernen sie nicht nur etwas über Hooklines, sondern auch, sich selbst zu feiern, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen und Ungerechtigkeiten wie beispielsweise Alltagsrassismus anzuprangern. Über vier Jahre begleitet Regisseurin Clara Stella Hüneke die drei Freundinnen beim Erwachsenwerden und ihren Anfängen als selbstbewusste Künstlerinnen, die nicht zuletzt den Geschlechterklischees im Rap die Stirn bieten.

Der Dokumentarfilm „Sisterqueens“ ist in Kooperation mit dem Kollektiv Peira, diversen Rapperinnen und dem Interkulturellen Zentrum für Mädchen und junge Frauen MÄDEA entstanden. „Sisterqueens“ wurde mit dem Grimme-Preis 2025 ausgezeichnet. Im Anschluss an die Filmvorstellung stehen Clara Stella Hüneke und Faseeha für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

Hier geht es zum offiziellen Trailer für „Sisterqueens“ auf der Videoplattform Youtube:

Sommerkino #4: Hausnummer Null

Am Donnerstag, dem 11. September, läuft bei der kostenfreien Open-Air-Kino-Reihe auf dem Leopoldplatz der Film „Hausnummer Null“ (FSK 12). Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

Darum geht es: Chris lebt gemeinsam mit seinem Kumpel Alex am S-Bahnhof Friedenau. In einem anderen Leben wäre er vielleicht Labortechniker geworden, stattdessen bestimmen Drogensucht und Obdachlosigkeit sein Dasein. Nach einer Überdosis landet er im Krankenhaus und findet an diesem Tiefpunkt neue Kraft für Veränderung. Chris beschließt, dass er weg muss von der Straße und weg vom Heroin. Er beginnt einen Entzug mit anschließendem Drogensubstitutionsprogramm. Mit einem Einzelzimmer im betreuten Wohnheim in Aussicht, schöpft er neue Hoffnung. Nach sechs Jahren auf der Straße steht er dennoch vor nie dagewesenen Herausforderungen: Er will zurück in die Gesellschaft.

Regisseurin Lilith Kugler erzählt gemeinsam mit Chris die Geschichte seines Lebens und begleitet ihn auf seinem Weg stets auf Augenhöhe, ohne ihn zu entblößen oder zur Schau zu stellen. Dabei zeigt sie auch, wie eine solidarische Nachbarschaft aussehen kann. In eindrucksvollen Bildern sind es vor allem die Empathie der Menschen und Chris‘ eigenes Durchhaltevermögen, die immer wieder Licht ins Dunkel bringen. „Hausnummer Null“ wurde mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis 2024 ausgezeichnet. Nach der Vorführung findet ein Gespräch mit Filmemacherin Lilith Kugler und Protagonist:innen statt. Die Filmvorführung findet anlässlich des bundesweiten Tages der wohnungslosen Menschen statt.

Hier geht es zum offiziellen Trailer für „Hausnummer Null“ auf der Videoplattform Youtube:

Sommerkino kompakt

Organisiert werden die Filmabende im Auftrag des Bezirksamts von der Weddinger Kommunikations- und Veranstaltungsagentur „georg + georg“. Die Finanzierung für das Projekt kommt aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendiges Zentrum und Sanierungsgebiet Wedding-Müllerstraße“. Alle Vorstellungen sind für die Besucherinnen und Besucher kostenfrei.

Quelle: Bezirksamt Mitte/Präventionskoordination, Newsletter „LeoUpdate“

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