Wedding kurz & knapp: Neues von Karstadt, Kino Arsenal und Ackerplatz

Zwischen Spekulationen um das Karstadt-Gebäude am Leopoldplatz, dem Neustart des Kino Arsenal im Wedding, einer ausgezeichneten Lehrerin im Soldiner Kiez und der Umgestaltung des Ackerplatzes: Im Wedding und in Gesundbrunnen ist derzeit einiges in Bewegung. „Wedding kurz & knapp“ – hier sind die neuesten Entwicklungen und Termine.

Karstadt am Leo
Karstadt am Leo. Foto: Hensel

Bundeswehr-Gerüchte um Karstadt – Bezirk hält an Zwischennutzung fest

Um die zukünftige Nutzung des weitgehend leerstehenden Karstadt-Gebäudes am Leopoldplatz gibt es neue Spekulationen, die mehrere Medien und Webseiten verbreitet haben, darunter die Seite entwicklungsstadt.de. Demnach kommt das ehemalige Warenhaus als Musterungs- und Rekrutierungsstandort der Bundeswehr in Betracht. Hintergrund ist, dass das Bundesverteidigungsministerium aktuell bundesweit rund 24 Standorte einrichten will. In der Prüfung sollen auch leerstehende Karstadt-Gebäude in mehreren deutschen Städten sein. Ob das Karstadt-Gebäude am Leopoldplatz tatsächlich in Betracht gezogen wird, ist bisher nicht bekannt.

Das markante Gebäude am Leopoldplatz steht seit dem Auszug von Galeria Karstadt vor zwei Jahren weitgehend leer. Das Haus stehe an einem zentralen Platz im Wedding und hat eine identitätsstiftende Funktion. Der Bezirk sowie einige Initiativen aus der Zivilgesellschaft setzen sich für eine gemeinwohlorientierte Zwischennutzung bis ein geplanter Umbau durch die Eigentümerin erfolgt.

Der Bezirk Mitte erklärt auf Nachfrage des Brunnenmagazins: „Die Eigentümerin, die Versicherungskammer Bayern, ist bislang nicht mit dem Anliegen an den Bezirk Mitte herangetreten, das ehemalige Karstadt-Gebäude an der Müllerstraße als Bundeswehrzentrum nutzen zu wollen. Über die Nutzung des Gebäudes entscheidet die Eigentümerin. Der Bezirk Mitte hat eine kommunale Zwischennutzung zum Ziel und hält in den Gesprächen mit der Versicherungskammer Bayern auch daran fest.“ Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger bekräftigt diese Haltung und weist die Medienberichte als spekulativ zurück. Genauere Informationen zu den neuen Musterungszentren will das Verteidigungsministerium laut den Medienberichten im zweiten Quartal bekanntgeben.

Die Rückseite des Silent Green Kulturquartiers in der Plantagenstraße. Hier entsteht der Eingang zum Arsenal Kino. Foto: Hensel
Die Rückseite des Silent Green Kulturquartiers in der Plantagenstraße. Hier entsteht der Eingang zum Arsenal Kino. Foto: Hensel

Kino Arsenal eröffnet Anfang Mai

Am Sonntag, 3. Mai, eröffnet das Arsenal Filminstitut sein neues Kino im Wedding. Das Kino Arsenal, das vor einem Jahr am Potsdamer Platz ausziehen musste, kommt mit seinem Spielbetrieb in den Stadtteil. Eingerichtet wird der Kinosaal mit Platz für 180 Kinobesucher in der historischen Westhalle des silent green Kulturquartiers. Der Zugang erfolgt über die Plantagenstraße 30. Zur Eröffnung sind laut Arsenal Filminstitut alle Filmfreunde eingeladen, das neue Programmkino zu entdecken. Details zum Programm des Eröffnungsabends und zum weiteren Programm im neuen Kino Arsenal werden in Kürze auf www.arsenal-berlin.de bekanntgegeben.

Die Lehrerin Fatma Kan von der Quinoa-Schule im Soldiner Kiez. Foto Kan: Deutscher Lehrkräftepreis, Foto Schule: Hensel
Die Lehrerin Fatma Kan von der Quinoa-Schule im Soldiner Kiez. Foto Kan: Deutscher Lehrkräftepreis, Foto Schule: Hensel

Deutscher Lehrkräftepreis für Lehrerin der Quinoa-Schule

Am Montag ist der Deutsche Lehrkräftepreis 2025 vergeben worden – mit einer Preisträgerin aus dem Gesundbrunnen. Damit werden Schulen und Lehrkräfte geehrt, die ihren Schülerinnen und Schülern einen besonders engagierten und innovativen Unterricht bieten. Unter den 18 Ausgezeichneten aus zehn Bundesländern ist auch eine Lehrerin aus Berlin. Fatma Kan von der Quinoa-Schule im Soldiner Kiez wurde in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gewürdigt. Die Lehrkräfte in dieser Wettbewerbskategorie wurden von ihren Schülerinnen und Schülern aus den Abschlussklassen nominiert. Der Deutsche Lehrkräftepreis wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband vergeben.

An einem Infostand bei der Präsentation beim Umwelt- und Klimapreis 2024. Foto: Hensel
An einem Infostand bei der Präsentation beim Umwelt- und Klimapreis 2024. Foto: Hensel

Bewerbungen für Umwelt- und Klimapreis Mitte

Der Bezirk Mitte will auch in diesem Jahr vorbildliche Initiativen im Bereich Umwelt- und Naturschutz, Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit auszeichnen. Die Bewerbungsfrist für den Umwelt- und Klimapreis Berlin-Mitte 2026 hat nun begonnen. Beteiligen können sich Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Vereine, Verbände und Gewerbetreibende, die ihren Projektschwerpunkt in Mitte haben – mit geplanten oder durchgeführten Projekten.

Das Bezirksamt Mitte stellt ein Preisgeld von 3000 Euro zur Verfügung. Für besonders nachhaltige Projekte stiftet das Umwelt- und Naturschutzamt zusätzlich 500 Euro. Der Sonderpreis „Bunte Beete – Gärtnern mit Kindern und Jugendlichen“ ist mit 1000 Euro dotiert. Er wird vom Landesverband Berlin der Gartenfreunde e.V. und dem Verlag W. Wächter bereitgestellt. Anmeldungen sind bis 17. Mai möglich.

Die Preisverleihung findet am 10. Juni im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße 159 statt. Dort werden die Beiträge ab 10 Uhr vor einer Jury präsentiert – die Teilnahme ist für Bewerber:innen verpflichtend. Details zu Bewerbungsverfahren sowie Kontaktmöglichkeiten stehen auf der Webseite des Umweltladen Mitte.

Im Juli 2025 konnten Anwohnende des Ackerplatzes Ideen für die Umgestaltung einbringen. Foto: Hensel
Im Juli 2025 konnten Anwohnende des Ackerplatzes Ideen für die Umgestaltung einbringen. Foto: Hensel

Umgestaltung Ackerplatz: Bäume werden gefällt

Die als Ackerplatz bezeichnete Fläche vor der Ackerstraße 117/118 im Brunnenviertel soll umgestaltet werden. Das Wohnungsunternehmen degewo, dem die Fläche gehört, hat nun einige der dort stehenden Bäume fällen lassen. Das teilt das städtische Unternehmen mit. Im Rahmen der Umgestaltung sollen neue, klimaangepasste Bäume nachgepflanzt und weitere Grünflächen angelegt werden, so die degewo. In Kürze soll über die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung sowie die Umbaupläne informiert werden. Im vergangenen Jahr wurde bei der Beteiligungsveranstaltung auf dem Ackerplatz von einem Baubeginn im Jahr 2026 und einer Fertigstellung im Jahr 2027 gesprochen.

So sieht die Bezirksverdienstmedaille aus. Foto: Hensel
So sieht die Bezirksverdienstmedaille aus. Foto: Hensel

Wer soll die Bezirksverdienstmedaille bekommen?

Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin rufen zur Einreichung von Vorschlägen für die Bezirksverdienstmedaille 2025 auf. Ausgezeichnet werden Personen, die sich durch ehrenamtliches Engagement oder persönliche Leistungen in herausragender Weise um den Bezirk verdient gemacht haben. Jeder kann bis zum 31. März Vorschläge an die Pressestelle des Bezirksamts senden (presse@ba-mitte.berlin.de, Telefon 030/901 83 39 04). Jedem Vorschlag sollte eine Begründung beigefügt werden, warum gerade diese Person die Auszeichnung verdient. Bis zu acht Medaillen werden im feierlichen Rahmen verliehen.

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Kommentare

  1. Avatar von Rolf

    Hm, viel klobiger Beton, grünes Tarnnetz über brauner Fassade: Eigentlich sieht Karstadt jetzt schon wie ein Militärgebäude aus.

    1. Avatar von Renate

      Ach Quatsch: Da fehlen doch Satellitenschüsseln und Tarnfleck… :-)

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