Wedding kurz und knapp – 3.12.24

Der Dezember hat begonnen und nun kommen schon die dritten Wedding-News der Reihe „Wedding kurz und knapp“ im Brunnenmagazin. Hier sind zehn kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.

Wird die Osloer Straße neues Fördergebiet?

Der Bezirk bewirbt sich beim Bund-Länder Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ mit dem Gebiet Osloer Straße. Das hat das Bezirksamt auf seiner Sitzung am 19. November beschlossen. Das Förderprogramm unterstützt Quartiere bei Anpassungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der öffentlichen Infrastruktur. Die Fördermittel fließen dabei insbesondere in die öffentlichen Räume und Grünflächen sowie in die soziale Infrastruktur und die Klimaanpassung. Eine Jury wird im kommenden Frühjahr entscheiden, welche Bewerber den Zuschlag bekommen und zunächst ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzeptes (ISEK) erstellen dürfen. Erst nach Fertigstellung des ISEK wird der Senat das Fördergebiet festlegen. Sollte das Gebiet Osloer Straße letztlich den Zuschlag bekommen, fließen ab 2027 insgesamt für 15 Jahre Fördermittel in das Gebiet.

Der Zuschnitt des Gebiets Osloer Straße, mit dem sich der Bezirk um das Fördergebiet bewirbt. Foto: Bezirksamt Mitte
Der Zuschnitt des Gebiets Osloer Straße, mit dem sich der Bezirk um das Fördergebiet bewirbt. Foto: Bezirksamt Mitte

Stadtbaumkampagne: 80 Bäume fürs Brunnenviertel

Das Brunnenviertel soll im kommenden Frühjahr 80 neue Bäume bekommen. Das hat die Abgeordnete Dr. Maja Lasić (SPD) aus dem Bezirksamt Mitte erfahren. Der Kiez ist im kommenden Frühjahr einer der Schwerpunkte in Mitte bei der berlinweiten Stadtbaumkampagne. Die Nachpflanzungen sollen demnach im gesamten Brunnenviertel erfolgen – in der Swinemünder Straße, Wolliner Straße, Graunstraße, Ruppiner Straße, Wolgaster Straße, Lortzingstraße, Gleimstraße, Ramlerstraße, Putbusser Straße, Brunnenstraße, Stralsunder Straße, Voltastraße, Hussitenstraße, Ackerstraße und Gartenstraße. Die Bäume ersetzen auch im zehn im Jahr 2022 gefällt Bäume. Die Stadtbaumkampagne wurde 2012 vom Senat ins Leben gerufen. Dabei kann für Neupflanzungen gespendet werden. In diesem Jahr kamen so 160.000 Euro zusammen, die das Pflanzbudget des Senats ergänzen. Aktuell kann für die Frühjahrspflanzungen 2025 gespendet werden.

Ein Baum, der über die Stadtbaumkampagne gepflanzt wurde. Foto: Schnell
Ein Baum, der über die Stadtbaumkampagne gepflanzt wurde. Foto: Schnell

Wunschbäume: Weihnachtsaktion im Rathaus

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Bezirk Mitte an der Wunschbaum-Aktion des Vereins Schenk doch mal ein Lächeln. In den Rathäusern im Wedding, Tiergarten und Mitte stehen Weihnachtsbäume, an den Wünsche hängen. In diesem Jahr kommen sie von Kindern aus verschiedenen Kitas, aus einem Kinderhospiz und aus Unterkünften für Schutzsuchende. Jeder kann einen Stern abnehmen und einen Wunsch erfüllen. Die Geschenke kosten bis 25 Euro. Die verpackten Geschenke können bis zum 12. Dezember im jeweiligen Rathaus abgegeben werden, im Weddinger Rathaus in der Müllerstraße 146 im Raum 125. Die Wunschbaum-Aktion gibt es bereits seit 2014.

Wunschbaum im Rathaus Wedding. Foto: Hensel
Wunschbaum im Rathaus Wedding. Foto: Hensel

Lichterglanz und Flying Steps für den Leopoldplatz

Der Leopoldplatz hat seit Sonntag (1.12.) und bis zum 7. Januar 2025 eine winterliche Beleuchtung. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) teilt dazu mit: „Mit einer festlichen Beleuchtung und einer Lichtkunstinstallation an der Alten Nazarethkirche setzt der Bezirk Mitte ein Zeichen für Gemeinschaft, kulturelle Vielfalt und ein lebendiges Kiezleben.“ Am 14. Dezember ab 18.30 Uhr soll zudem die international bekannte Breakdance-Gruppe „Flying Steps“ bei einem Auftritt auf dem Leopoldplatz Tanz, Licht und Musik miteinander verbinden. Die Beleuchtung und die Show werden mit Mitteln des Sicherheitsgipfels für die kulturelle und wirtschaftliche Belebung des Leopoldplatzes finanziert.

Mitte ist zum 10. Mal Fairtrade-Town

Der Bezirk Mitte ist kürzlich zum zehnten Mal mit dem Titel „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet worden. Mit dem Titel sollen das Engagement für globale Gerechtigkeit und die Stärkung des Fairen Handels gewürdigt werden. Der Titel wird vom Fairtrade Deutschland e.V. verliehen. „Als Bezirk sind wir natürlich nur ein kleines Rädchen in einer Welt voller globaler Herausforderungen. Wir glauben aber fest daran, dass wir gerade als Kommune eine Vorreiterrolle in einer faireren und gerechteren Welt spielen können“, kommentiert Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) die Auszeichnung. Berlin-Mitte ist eine von über 690 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern.

Ein Karten des Bezirks mit Fairtrade-Einkaufsmöglichkeiten. Foto: Hensel
Ein Karten des Bezirks mit Fairtrade-Einkaufsmöglichkeiten. Foto: Hensel

Restaurant L’Escargot schließt vor Weihnachten

Das Restaurant L’Escargot im Brüsseler Kiez schließt zum 21. Dezember endgültig. Das teilt das Team um den Inhaber und Koch Martino Maisano auf seiner Webseite mit. Das Restaurant in der Brüsseler Straße 39 bot viele Jahre französisch-sizilianische Küche auf hohem Niveau. Nach der Corona-Zeit hatte das Restaurant wie andere gehobene Gastronomiebetriebe den Rückgang der Kundschaft für hochwertige und höherpreisige Restaurants beklagt. Nun endet die Geschichte des Hauses im Wedding.

Nordbahnstraße bekommt einen Zebrastreifen

Die Nordbahnstraße bekommt einen dauerhaften Zebrastreifen. Der Bezirk setzt damit ein Ersuchen der Bezirksverordneten nach mehr Verkehrssicherheit im nördlichen Soldiner Kiez aus dem Jahr 2023 um. Nach Informationen von Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) habe die Straßenverkehrsbehörde zur Steigerung der Verkehrssicherheit und für eine geeignete Schulwegsicherung einen Fußgängerüberweg in der Nordbahnstraße an der Ecke Wilhelm-Kuhr-Straße angeordnet. Die Umsetzung erfolge durch die Senatsverwaltung im Rahmen des Programms „Fußgängerquerungshilfen – Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für zu Fuß Gehende“. Derzeit befindet sich an der Stelle im Rahmen eines Bauvorhabens bereits ein provisorischer Fußgängerüberweg, der durch den Zebrastreifen ersetzt wird.

Ersatzschulbau in der Putbusser Straße

Wenn die Ernst-Reuter-Schule bis voraussichtlich 2031 saniert wird, werden die Schülerinnen und Schüler teilweise in einen Modulbau auf dem Sportplatz Putbusser Straße umziehen. Der Bau der Zwischenlösung soll im 4. Quartal 2025 beginnen, der Unterricht für 500 bis 600 Schüler soll Ende 2026 beginnen. Das teilte Schulstadtrat Benjamin Fritz (CDU) bei einer Infoveranstaltung am 28. November mit. Der Interimsbau soll drei Stockwerke haben und 21 Millionen Euro kosten. Der Modulbau ist nötig, obwohl unmittelbar an den Sportplatz ein leerstehendes Schulgebäude angrenzt. Doch für die Instandsetzung des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums (vormals Ranke-Gymnasium) gibt es seit 2011 keine Finanzierung.

Auf dem ehemaligen Schul-Sportplatz soll der Interimsbau für die Ernst-Reuter-Schule entstehen. Foto: Hensel
Auf dem ehemaligen Schul-Sportplatz soll der Interimsbau für die Ernst-Reuter-Schule entstehen. Foto: Hensel

Faustballturnier findet 2025 statt

Das Straßen- und Grünflächenamt unterstützt das Faustballturnier Wedding-Cup im Schillerpark seit vielen Jahren. Das soll so bleiben, wie Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) in der Bezirksamtssitzung vom 19. November zur Kenntnis gab. Wie er mitteilte, findet der 39. Wedding-Cup am 12. und 13. April 2025 statt. Die Bezirksverordneten hatten das Bezirksamt bereits 2023 darum gebeten, bei der geplanten Neugestaltung des Schillerparks dafür Sorge zu tragen, dass das beliebte Faustballturnier der Berliner Turnerschaft auch in der Phase von Bautätigkeiten im Schillerpark ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann.

Letzter BSR-Kieztag bis Jahresende

Bis zum Jahresende gibt es im Stadtteil einen BSR-Kieztag. Die kostenlose Abholung von Sperrmüll und Elektroschrott im Kiez durch die Berliner Stadtreinigung (BSR) findet am Samstag, dem 7. Dezember, von 8 bis 13 Uhr im Brunnenviertel statt. Im Wendehammer in der Demminer Straße 13 werden die Sperrmüllpresse und die Container der BSR bereitstehen. Abgegeben werden können Möbel, Teppiche, Matratzen, Schrott, Kunststoffteile, Elektrogeräte und Alttextilien. Nicht mitgenommen werden: Bauabfälle, Gussbadewannen, Autoreifen und -batterien sowie Schadstoffe wie Farben oder Lacke.

Kieztag der Berliner Stadtreinigung in der Demminer Straße vor vier Jahren. Am 7. Dezember kann dort wieder Aussortiertes abgegeben werden. Foto: Sulamith Sallmann
Kieztag der Berliner Stadtreinigung in der Demminer Straße vor vier Jahren. Am 7. Dezember kann dort wieder Aussortiertes abgegeben werden. Foto: Sulamith Sallmann

Mehr Wedding kurz & knapp

Weitere Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen sind unter dem Link Wedding kurz & knapp zu finden.

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