Wie ist die Nachrichtenlage im Wedding im November? Hier sind die neuen Wedding-News, kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.
Sonntagsöffnung in der Bibliothek
Die Schiller-Bibliothek in der Müllerstraße 149 hat vorübergehend erweiterte Öffnungszeiten. Bis zum Jahresende ist die Bibliothek am Leopoldplatz zusätzlich auch am Sonntag von 12 bis 18 Uhr offen. Alle anderen Öffnungszeiten bleiben unverändert: Montag bis Freitag von 10 bis 19.30 Uhr sowie Samstag von 10 bis 14 Uhr.

Keine Kürzungen am Sozialen in Mitte
Das Bezirksamt Mitte hat sich nach Einsparvorgaben des Senats auf ein Vorgehen geeinigt. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) zeigte sich erleichtert, dass erforderliche Einsparungen im Bezirkshaushalt 2025 nicht im Bereich soziale Infrastruktur erfolgen. Damit können laut Remlinger Einrichtungen wie Jugend-, Familien- und Seniorenzentren auf im kommenden Jahr ihr Arbeit fortsetzen, Schließungen seien vom Tisch. Update: Nach dem Beschluss des Bezirks zum Haushalt 2025 hat der Berliner Senat massive Kürzungen in fast allen Bereichen angekündigt. Damit sind erneut Einsparungen im Sozialen möglich – und in der Kultur. Mehr dazu steht im Beitrag Kürzungen bei Kultur und Demokratie.

Neue Koordinatorin für Umwelt
Der Bezirk Mitte hat eine neue Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsbildung geschaffen. Die Koordinierung soll eine Anlaufstelle für Umweltbildungsprojekte sein und neue Projekte anstoßen. Für die Umsetzung der Aufgaben hat der Bezirk die Umweltpädagogin und Netzwerkerin im Umweltbildungssegment Julia Friederike Brodersen gewonnen. Sie ist telefonisch unter (030) 88 91 40 87 01 sowie per E-Mail unter julia.brodersen@mfn.berlin erreichbar.
Konzept für Entwicklung der Wirtschaftsflächen
Der Bezirk will mit einem Wirtschaftsflächenkonzept die Ansiedlung von Gewerbe besser steuern. Darin ist festgehalten, dass von knapp 570 Hektar Wirtschaftsflächen in Mitte rund 520 Hektar aktiv genutzt werden. Auf 49,5 Hektar gibt es demnach noch Potenzial für gewerbliche Entwicklungen. Das Konzept enthält Leitlinien und Strategien zur Sicherung von Flächen für Handwerk, Produktion und die Kreativwirtschaft. Es soll als Grundlage für eine nachhaltige städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk dienen.
Fit am Leo: Weiter kostenlose Sportkurse
Seit August gibt es die kostenlosen Sport- und Bewegungsangebot auf dem Maxplatz. Unter dem Titel „Fit am Leo“ gibt es Boxen, Laufgruppen,Yoga und funktionales Training von Yigea. (WEZ berichtete). Das Projekt war bis Oktober begrenzt, ist nun aber bis Ende des Jahres verlängert worden. Die Kurse waren nach der Eröffnung des neugestalteten Maxplatzes initiiert worden. Die Kurse finden immer Dienstag und Donnerstag von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr über das Projekt steht im Beitrag Fit am Leo – Sport auf dem Maxplatz.

Wahl 2025: Helfer und Mitarbeiter gesucht
Der Bezirk bereitet sich auf die wahrscheinlich am 23. Februar stattfindende vorgezogene Bundestagswahl vor. Er sucht für drei Monate mehrere Mitarbeitende für die Briefwahlstelle des Bezirkswahlamtes. Bewerbungen in Kurzform mit tabellarischem Lebenslauf und einem Nachweis zum Schulabschluss können per E-Mail unter dem Betreff „Briefwahlstelle“ geschickt werden an bd-bewerbungen@ba-mitte.berlin.de. Das Bezirkswahlamt sucht gleichzeitig Wahlhelfer, die am 23. Februar in den Wahllokalen tätig sein möchten. Interessenten können sich digital anmelden. Informationen dazu stehen auf der Seite www.berlin.de/ba-mitte/.
Richtfest für Anbau des Olof-Palme-Zentrums
Am Olof-Palme-Zentrums (OPZ) in der Demminer Straße ist am Freitag (15.11.) Richtfest gefeiert worden. Neben Politikern aus dem Bezirk und vom Senat kamen zahlreiche Vertreter von Einrichtungen aus dem Kiez und viele Nachbarn und Nachbarinnen, um das Ereignis zu feiern. Das OPZ beherbergt ein Stadtteilzentrum und ein Kinder- und Jugendzentrum. Für beide Nutzungen ist das Haus zu klein geworden. Der Anbau kostet fünf Millionen Euro. Das Bauprojekt wird von Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert. Im nächsten Jahr soll die Eröffnung gefeiert werden. Mehr zu dem Bauprojekt und zum Richtfest steht im Beitrag Richtfest am OPZ: Endlich mehr Platz!

Erika-Heß-Eisstadion öffnet für Vereine
Kleines Aufatmen bei den Sportvereinen: Das Erika-Heß-Eisstadion öffnet am 6. Januar 2025. Das teilt Sportstadtrat Benjamin Fritz (CDU) mit. Damit hat er sich zugunsten der Eishockeyvereine entschieden und gegen die Freizeitläufer. Die können in dieser Saison im Wedding nicht Schlittschuhlaufen: Die Außenfläche bleibt geschlossen. Die Weddinger müssen auf andere Eisflächen ausweichen. Mehr dazu steht im Beitrag Erika-Heß-Eisstadion: Nur für Vereine.

Milieuschutz: Gebiete werden überprüft
Das Bezirksamt Mitte lässt derzeit überprüfen, ob die Voraussetzungen für den Fortbestand der Milieuschutzgebiete im Bezirk weiter vorliegen. Im Wedding werden die Gebiete Kattegatstraße, Soldiner Straße und Reinickendorfer Straße überprüft. Mit der Durchführung der Untersuchung hat das Bezirksamt laut Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) die Landesweite Planungsgesellschaft mbH beauftragt. Rund 22.000 zufällig ausgewählte Haushalte in den sieben Milieuschutzgebieten erhalten deshalb Post vom Bezirksamt. In der Befragung sollen Informationen zur Wohn- und Lebenssituation ermittelt werden: Wohndauer, Miethöhe, durchgeführten Modernisierungen und die Nutzung der örtlichen Infrastruktur wie Kitas, Parks oder von kulturellen Angeboten. Die Haushaltsbefragungen werden von Anfang November bis Anfang Dezember 2024 durchgeführt. Die Teilnahme ist freiwillig. Der Milieuschutz soll die Wohnbevölkerung in einem Erhaltungsgebiet vor Verdrängungsprozessen schützen.
Drei Namensvorschläge für den Nettelbeckplatz
Der Umbenennungsprozess für den Nettelbeckplatz geht weiter. Wie Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger mitteilt. Nachdem in einer öffentlichen Beteiligung Namensvorschläge gesammelt worden sind, hat ein Beratergremium mit Begleitung des Büros für Bürgerbeteiligung alle 530 Vorschläge gesichtet und bewertet. Das Gremium hat drei Namensvorschläge herausgearbeitet: Martha Ndumbe, Vera Heyer und Fasia Jansen. Diese werden nun der Bezirksverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Die Bezirksverordneten hatten 2021 beschlossen, den Nettelbeckplatz umzubenennen. Der Grund ist die Rolle des Namensgebers Joachim Nettelbeck in der Kolonialzeit und im Versklavungshandel.

Mehr Wedding kurz & knapp
Weitere Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen sind unter dem Link Wedding kurz & knapp zu finden.

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