Zwischenwelten Medienpreis 2026: Geschichten für mehr Zusammenhalt

„Meine Einheit. Deine Einheit. Keine Einheit?“ Unter diesem Motto startet erstmals der Zwischenwelten Medienpreis 2026. Ausgezeichnet werden journalistische und mediale Beiträge, die sich mit Vielfalt, demokratischer Teilhabe und der Rolle der Medien in einer pluralen Gesellschaft beschäftigen. Der Preis wird anlässlich des Tags der Deutschen Einheit vergeben. Bewerbungen sind bis zum 15. September möglich.

36 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung stellt sich die Frage nach gesellschaftlichem Zusammenhalt neu. Unterschiedliche Lebensrealitäten, kulturelle Prägungen, religiöse Überzeugungen und politische Sichtweisen prägen den öffentlichen Diskurs. Medien können dabei Brücken bauen, Orientierung geben und den Dialog fördern – oder bestehende Gräben vertiefen. Der Zwischenwelten Medienpreis möchte Beiträge sichtbar machen, die Verständigung fördern und konstruktive Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen eröffnen.

Der Preis wird in diesem Jahr erstmals ausgelobt. Er soll in den kommenden Jahren als Medienpreis für journalistische Vielfalt etabliert werden.

Das sind die Rahmenbedingungen für den neuen Medienpreis. Foto: Kubik e.V.
Das sind die Rahmenbedingungen für den neuen Medienpreis. Foto: Kubik e.V.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können Journalistinnen und Journalisten, Autorinnen und Autoren, Bloggerinnen und Blogger, Podcasterinnen und Podcaster, Filmemacherinnen und Filmemacher, Studierende medienbezogener Studiengänge sowie Bürgermedien, Community-Medien und Medieninitiativen. Voraussetzung ist ein Bezug zu Berlin – entweder durch den Wohn- oder Arbeitsort der Einreichenden oder durch den thematischen Schwerpunkt des Beitrags.

Welche Beiträge sind gefragt?

Eingereicht werden können Zeitungs- und Magazinbeiträge, Online-Artikel, Reportagen, Interviews, Essays, Podcasts, Video- und Filmproduktionen, Multimedia-Formate sowie journalistische Social-Media-Beiträge.

Beiträge für den Zwischenwelten Medienpreis 2026 sollten sich thematisch mit Fragen wie diese beschäftigen:

  • Was bedeutet gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft?
  • Welche Rolle spielen Medien für demokratische Öffentlichkeit und gesellschaftliche Teilhabe?
  • Wie gelingt Verständigung zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen?
  • Welche Geschichten stärken Vertrauen, Respekt und Dialog?
  • Wie können Medien Polarisierung entgegenwirken?
  • Welche Perspektiven bleiben im öffentlichen Diskurs häufig unsichtbar?
  • Was heißt „deutschsein“ in einer postmigrantischen Gesellschaft?
  • Wie sehen Wege zum Frieden aus im Kleinen wir im Großen?
  • Was können Religionen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen
  • Was ist meine Vision von Berlin 2050?

Zugelassen sind Arbeiten, die zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. August 2026 veröffentlicht wurden.

Jury und Preisgelder

Die Jury bewertet die Einreichungen nach journalistischer Qualität, Originalität, gesellschaftlicher Relevanz, Perspektivenvielfalt sowie ihrem Beitrag zu demokratischer Debatte, Dialog und Verständigung.

Der Medienpreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Vergeben werden ein erster Preis in Höhe von 1.500 Euro, ein zweiter Preis mit 1.000 Euro sowie ein dritter Preis über 500 Euro. Darüber hinaus kann die Jury Anerkennungen und lobende Erwähnungen aussprechen.

Die Jury setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Journalismus, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen:

  1. Dominique Hensel (Chefredakteurin des Brunnenmagazins)
  2. Süleyman Bag (Projektleiter Zwischenwelten)
  3. Prof. Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung)
  4. Fotojournalist Bernd Lammel
  5. Filmemacherin Kerstin Nickig
  6. Exiljournalist Iskender Sezek

Bewerbung und Preisverleihung

Beiträge können vom 1. Juli bis zum 15. September 2026 per E-Mail an medienpreis@zwischenwelten.berlin eingereicht werden. Benötigt werden der Beitrag oder ein Link dazu, eine Kurzbeschreibung (maximal 300 Wörter), die Kontaktdaten sowie ein Nachweis des Berlin-Bezugs.

Die Preisverleihung findet am 3. Oktober 2026, dem Tag der Deutschen Einheit, in Berlin statt.

Über das Zwischenwelten-Projekt

Der Zwischenwelten Medienpreis ist Teil des Projekts „Zwischenwelten – Die Stimme der Vielfalt“. Dabei handelt es sich um ein interkulturelles Medien-, Kultur- und Bildungsprojekt von Kubik e.V., der Evangelischen Kirchengemeinde am Gesundbrunnen und der beiden Journalist:innen Dominique Hensel und Andrei Schnell.

Das Projekt fördert demokratische Öffentlichkeit, gesellschaftliche Teilhabe und den Dialog in einer vielfältigen Gesellschaft. Unterstützt wird es von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie vom kommunalen Wohnungsunternehmen degewo. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.zwischenwelten-berlin.de.

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