Im Rahmen des diesjährigen Bezirksempfangs hat der Bezirk Mitte den Integrationspreis 2025 vergeben. Zu den sechs ausgezeichneten Personen und Vereinen gehören auch drei Preisträger aus dem Wedding.
Am 21. November wurde unter anderem Farhnaz Alimardani geehrt, die seit 1995 bei „Wildwasser Berlin“ tätig ist. Der Verein aus dem Soldiner Kiez betreibt die Zufluchtswohngruppe „Donya“ für Mädchen und junge Frauen. Der Klik e.V. unterstützt wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen und ist ebenfalls im Gesundbrunnen aktiv. Die „SprInt gGmbH“ engagiert sich seit 2005 im Wedding mit gemeinnütziger Sprach- und Bildungsförderung für Kinder und Jugendliche, insbesondere für solche mit Flucht- oder Migrationsgeschichte.

Preisträger: SprInt gGmbH
Die SprInt gGmbH, Betreiberin des Medienhofs Wedding, freute sich über die Auszeichnung. Zwar gab es in diesem Jahr haushaltsbedingt kein Preisgeld, doch die Anerkennung durch die Bezirksverordnetenversammlung wurde als große Wertschätzung empfunden. „Diese Auszeichnung freut uns sehr und bestätigt uns darin, unsere wichtige Arbeit für Integration durch Bildung im Berliner Wedding mit viel Energie fortzusetzen“, teilte das Projekt mit.
Das Team reiste mit Schülerinnen und Schülern des Medienhofs sowie Mitarbeitenden rund um Geschäftsführer Herbert Weber zur feierlichen Preisverleihung in den Robert-Havemann-Saal im Rathaus Mitte.
Laudatio und persönliche Geschichten
Die Laudatio hielt Marian Luca (Grüne). Er lobte SprInts Engagement für Bildungschancen im Wedding. Außerdem würdigte er die 20-jährige Erfolgsgeschichte: „Gerade in einem vielfältigen Stadtteil wie dem Wedding sehen wir, wie viel Potenzial entsteht, wenn Kinder und Jugendliche die Teilhabechancen bekommen, Welten mitzuprägen und zu verändern.“ Zusammenhalt sei bei SprInt nicht nur Vision, sondern tägliche Realität.
Die Nominierung für den Integrationspreis kam von Fatjona Gashi, die früher selbst Angebote des Medienhofs nutzte. Zusammen mit anderen Alumni schlug sie SprInt für die Auszeichnung vor. Sie betonte: „Es hat nicht nur mein Leben verändert, es ist mein Zuhause geworden – und ich könnte nicht dankbarer sein.“ Geschäftsführer Herbert Weber freute sich besonders, dass ehemalige Nutzer:innen das Projekt zur Auszeichnung verholfen haben: „Das Projekt lebt von den Schülerinnen und Schülern. Ich bin stolz auf euch!“, sagte er in seiner Dankesrede.
Förderunterricht im Soldiner Kiez
Die SprInt gGmbH engagiert sich im Medienhof Wedding und an acht Partnerschulen mit individueller Sprach- und Bildungsförderung. Das Ziel: schulische Barrieren abbauen und gesellschaftliche Teilhabe stärken. Kinder und Jugendliche mit Flucht- oder Migrationsgeschichte erhalten Begegnungen auf Augenhöhe und gezielte Förderung. Mehr über die Arbeit des Projekts mit Sitz in der Prinzenallee im Soldiner Kiez ist auf foerderunterricht-sprint.de zu finden. Im Juli hatte das Projekt seinen 20. Geburtstag gefeiert. Ein Bericht darüber ist unter der Überschrift Sprint: 20 Jahre glückliche Rettung zu finden.
Weitere Preisträger
Neben den ausgezeichneten Projekten aus dem Wedding wurden auch die Initiative „Jugendliche ohne Grenzen (JoG)“, der Play Berlin e.V. und das Restaurant Neumanns geehrt.
Quellen: Bezirksamt Mitte, SprInt gGmbH

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