Burgsdorfstraße: Erfolg nach Klagemarathon

Es nähert sich der fünfte Jahrestag des Stillstands: Seit dem 26. Oktober 2017 ist die Burgsdorfstraße wegen einer Problem-Immobilie gesperrt. Doch nun gibt es hinter den Kulissen etwas Neues. „Wir dürfen und wollen in der Burgsdorfstraße per Ersatzvornahme abreißen“, sagt Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). Der Bezirk wird das verfallene Haus abtragen.

Das betroffene Haus in der Burgsdorfstraße ist eingerüstet, die Straße gesperrt. Foto: Andrei Schnell
Das betroffene Haus in der Burgsdorfstraße ist eingerüstet, die Straße gesperrt. Foto: Andrei Schnell

Damit steht in Aussicht, dass irgendwann auch wieder die Straße für den Verkehr freigeben wird. Bislang ist noch nichts Sichtbares geschehen, weil bislang noch keine Abbruchfirma sich für den Auftrag interessiert. Dass die öffentliche Hand das Haus abreißen lassen darf, begründet sich mit der Beseitigung der Gefahr, die von der Fassade für den öffentlichen Raum ausgeht.

Bis die Gerichte den Abriss erlaubt haben, ist viel Zeit vergangen. Den Abriss hatten die Behörden 2015 angeordnet. Der Eigentümer klagte dagegen. Mitte schloss mit ihm 2018 einen Vergleich. Die Zusagen dieses Vergleiches hielt der Eigentümer aus Sicht des Bezirks nicht ein. Mitte beschloss deshalb 2019 selbst einzugreifen (Ersatzvornahme). Auch dagegen ging der Eigentümer juristisch vor. Bis zum 1. September letzten Jahres waren Gerichte – zuletzt das Oberverwaltungsgericht – mit dem Fall beschäftigt.

Der Eigentümer muss die Kosten des Abrisses, die nun der Bezirk vorstreckt, übernehmen. Stadtrat Ephraim Gothe wünscht sich an Ort und Stelle ein neues Wohngebäude, doch das „können wir leider nicht erzwingen“.

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