Burgsdorfstraße: Abriss kann beginnen

Das Problemhaus in der Burgsdorfstraße 1 sollte längst abgerissen sein. Doch im Juli waren die Arbeiten gestoppt worden, weil der Verdacht im im Raum stand, dass in der Ruine Haussperlinge brüten. Nach Kontrollen ist nun klar: Es gibt dort Vögel, doch das Haus darf trotzdem abgerissen werden.

Wie die Senatsbauverwaltung Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf Nachfrage des Brunnenmagazins mitteilt, hat die oberste Naturschutzbehörde inzwischen die erforderliche artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt. „Aus naturschutzfachlicher und -rechtlicher Sicht bestehen damit keine Hindernisse mehr für den geplanten Abriss“, schreibt die Pressestelle der Senatsverwaltung.

Das Abrisshaus in der Burgsdorfstraße. Der Bagger steht schon bereit. Foto: Hensel
Das Abrisshaus in der Burgsdorfstraße. Der Bagger steht schon bereit. Foto: Hensel

Haussperlinge und Mauersegler gefunden

Mehrfache Kontrollen des Gebäudes durch fachkundige Personen seit Antragstellung hätten ergeben, dass Haussperlinge, Mauersegler und Zwergfledermäuse in dem Abrisshaus vorkommen. „Zusätzlich ist aufgrund der Gebäudestruktur von einer Nutzung durch den Hausrotschwanz auszugehen“, so die Senatsumweltverwaltung. Zur Sicherstellung des Artenschutzes gebe es eine „ökologische Baubegleitung“. Das bedeutet, dass der Rückbau von zwei ausgewiesenen Fachkräften begleitet wird. „Dadurch wird gewährleistet, dass das Risiko einer Schädigung von Tieren während der Arbeiten vermieden bzw. auf ein Minimum reduziert wird“, so die Pressestelle. Die durch den Abriss entfallenden Nist- und Ruheplätze sollen durch das Anbringung von Ersatznistkästen in der Nähe kompensiert werden.

Straße wegen Abrisshaus gesperrt

Wenn der Abriss des Hauses in der Burgsdorfstraße nun tatsächlich erfolgt, endet damit eine lange und schwieriger Fall. Der Ärger um das Haus Burgsdorfstraße 1 dauert nämlich bereits seit mindestens 2004 an. Damals sperrte der Bezirk einen Seitenflügel des Hauses swegen Baufälligkeit. Weil das Gebäude immer mehr zur Ruine wurde und eine Gefahrenquelle war, nahm der Bezirk 2007 zwangsweise weitere Sicherungen vor. Schließlich sperrte das Amt ab dem Jahr 2015 den Gehweg und ab dem 26. Oktober 2017 die Burgsdorfstraße.

Ein Jahrzehnt lang zog sich der juristische Kampf hin, in dem der Bezirk durchsetzen wollte, dass das Haus abgerissen wird. Doch der Eigentümer, der mit der Instandhaltung der Immobilie überfordert ist, klagte gegen einen Abriss. Alle Gerichtsverfahren sind inzwischen beendet und es steht fest: Der Bezirk darf das Haus im Rahmen einer Ersatzvornahme abreißen. Ersatzvornahme bedeutet, dass der Bezirk den Abriss beauftragt und bezahlt und die Summe dann dem Eigentümer in Rechnung stellt. Der Haussperling hat den Abriss nun lediglich um knappe drei Monate verschoben.

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Das Brunnenmagazin verfolgt den Fall schon länger. Hier sind weitere Beiträge zu dem Thema:

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Kommentare

  1. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    Morjen
    ick will ja nich meckern aba wo is’n mein kommentar zum Thema Zirattenkippen hunderte wegjefegt jeblieben??

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Das ist eine sehr gute Frage. Ich kann im Backend Deinen Kommentar, meine Antwort und Deine Antwort darauf sehen. Ich kann nicht erkennen, was da los ist. Ich frag mal einen Fachmann.

      1. Avatar von Reinhard
        Reinhard

        deine Antwort!? meine Antwort ???

        1. Avatar von Dominique Hensel

          Bitte mal schauen. Alles ist wieder da. Sorry für die technische Panne.

          1. Avatar von Reinhard
            Reinhard

            Nee liebe Dominique da ist was durcheinander gekommen es ging um den Artikel vom Aufgeräumt: Hunderte Kippen weniger!
            24. September 2025 da hatte ich einen Kommentar geschrieben der nicht freigegeben wurde!! Das was du meinest stehen die Kommentare meiner deiner und wieder meiner jetzt bei Aufgeräumt: Hunderte Kippen weniger! der ist vom 24. unsere Kommentare sind aber vom 19. !!! und gehören zu Artikel Räum mal auf, Wedding! der ist vom 19. und da sind die Kommentare weg und eben beim Artikel vom 24. gelandet

            Ergo hängt meine K. irgendwo im Nirwana… :))) alles gut

            1. Avatar von Dominique Hensel

              Ich muss widersprechen, was lustig ist. Die Kommentare gehören zum Beitrag vom 24. September „Aufgeräumt: Hunderte Kippen weniger!“. Sie waren im Rahmen der Reparaturmaßnahmen (sie wurden ja nicht angezeigt) kurz auf 19. September umdatiert worden. Jetzt haben sie wieder das richtige Datum, ich habe das korrigiert. Und ich schwöre, dass ich bisher alle Reinhard-Kommentare freigegeben habe, die bei mir angekommen sind.

              Zum Nirwana habe ich keinen Zugriff. Insofern weiß ich natürlich nicht, ob dort noch ein falsch abgebogener Kommentar von Reinhard auf Einlass wartet. Bitte wenden Sie sich an den Nirwana-Support! ;)

            2. Avatar von Dominique Hensel

              Oh man. Ich glaube, ich brauche mal Urlaub! Sorry. Ich hoffe, jetzt stimmt wieder alles.

              1. Avatar von Reinhard
                Reinhard

                alles gut … kann schon mal passieren dafür schreibe ich jetzt nochmal den Nirwana-K … da wo er hingehört

                entspanntes WE

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