Ein Plan B für den Jahnsportpark

Die Initiative Jahnsportpark hat ein eigenes Konzept für die künftige Nutzung des Sportstadions vorgelegt. Hier geht es um „Restart JSP“, ein Gegenentwurf zu den Planungen des Senats.

Luftbild vom geplanten neuen Jahnsportpark. Foto: Initiative Jahnsportpark
Luftbild vom geplanten neuen Jahnsportpark. Foto: Initiative Jahnsportpark

Der Jahnsportpark steht vor einer entscheidenden Weichenstellung – nicht nur für den Sport in Berlin, sondern auch als wichtiger Erholungsraum für Menschen aus dem Brunnenviertel und angrenzenden Kiezen. Während der Berliner Senat weiterhin an einem teuren Großprojekt mit Fussball-Stadion, Multifunktionshalle und Tiefgarage festhält, zeigt die Bürgerinitiative Jahnsportpark mit ihrem Alternativkonzept „Restart JSP“, dass es auch anders geht – nachhaltiger, günstiger und deutlich besser auf die Bedürfnisse der Nachbarschaft und des Berliner Sports zugeschnitten.

Restart JSP: Mehr Grün, weniger Kosten

Die Initiative Jahnsportpark setzt dabei auf eine behutsame Erneuerung des Sportparks: Auf dem frei gewordenen Gelände an der Ostseite soll – statt massiver Neubauten – ein effizienter Hallenbau für Breiten-, Schul- und Inklusionssport entstehen. Dieser ergänzt die bestehende Innfläche im Stadion und fügt sich nahtlos in den Stadionswall ein. Auf zwei Ebenen werden mehrere Sporthallen, Begegnungsflächen und barrierefreie Zugänge miteinander verbunden. So bleibt das geschichtsträchtige, in die Wälle integriete Stadion erhalten, die Versiegelung des Parks wird nicht weiter erhöht, sondern partiell sogar reduziert. Eine zusätzliche Begrünung der ungenutzen Tribünenbereiche und neue Baumpflanzungen rund um ebenerdige Parkplätze machen den Jahn-Sportpark noch attraktiver und beugen Hitzestress im Sommer vor.

Größenvergleich der Planungen für die bebaute Fläche. Grafik: Initiative Jahnsportpark
Größenvergleich der Planungen für die bebaute Fläche. Grafik: Initiative Jahnsportpark

Der Vorschlag der Bürgerinitiative spart nicht nur Ressourcen, sondern schont auch den Berliner Haushalt: Statt rund 300 Millionen Euro für ein Großprojekt schätzt die Initiative lediglich 40 bis 50 Millionen Euro für eine flexible Lösung, die allen Menschen, insbesondere den Kindern und Jugendlichen zugutekommt – und nicht kommerziellem Fußball und Großveranstaltungen. Alle Vorschläge sind online auf der Seite www.jahnsportpark.de/restart/ zu finden.

Sich an der Debatte beteiligen

Gerade jetzt kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Menschen engagieren und der Stimme der Nachbarschaft Gewicht verleihen. „Restart JSP“ ist kein abgeschlossener Bauplan, sondern bietet Raum für eine offene, demokratische Diskussion – auch mit Anwohner:innen aus dem Brunnenviertel!

Noch ist es nicht zu spät: Beteiligt Euch an der Debatte um die Zukunft des Jahnsportparks! Meldet Euch bei der Bürgerinitiative und packt mit an. Mehr darüber, wie das Konzept „Restart JSP“ unterstützt werden kann, ist auf www.jahnsportpark.de/mitmachen/ aufgeführt.

Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben, nämlich von Alexander Puell

Transparenzhinweis: Alexander Puell ist Mitglied beim Freunde des Mauerparks e.V., er engagiert sich zugleich in der Initiative Jahnsportpark.

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Kommentar

  1. Avatar von Ulrich Davids
    Ulrich Davids

    Danke für diesen Artikel und für die wichtigen Informationen. Ich bin dabei das Projekt der Bürgerinitiative zu unterstützen und hoffe das viele sich bei der demokratischen Diskussion beteiligen. In der Hoffnung das sich die politisch Handelnden aus dem Senat dies auch wahrnehmen und sich auch an der Diskussion offen und ehrlich beteiligen.

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