Wedding kurz & knapp: 5 News aus dem Kiez

Im Wedding und Gesundbrunnen geht es weiter: „Fit am Leo“ und das Sommerkino laufen, das Bezirksamt startet einen Kriseninfos-Kanal auf WhatsApp, Die Linke will zwei Wandbilder umgestalten, und der Lichterglanz am Leopoldplatz endet Mitte Februar mit der Fassadenprojektion „Garden of Lights“. Dazu die Eilmeldung: Zwei Flutlichtmasten im Jahnsportpark werden am Donnerstag gesprengt. Fünf neue, wichtige und spannende Meldungen aus dem Kiez – in „Wedding kurz & knapp“.

Die Flutlichtmasten im Jahnsportpark - die beiden östlichen Masten werden jetzt gesprengt. Foto: Hensel
Die Flutlichtmasten im Jahnsportpark – die beiden östlichen Masten werden jetzt gesprengt. Foto: Hensel

Achtung Sprengung! Zwei Flutlichtmasten im Jahnsportpark fallen

Am Donnerstag, dem 12. Februar, lässt das Land Berlin zwei der vier Flutlichtmasten im Jahnsportpark sprengen. Der Knall wird voraussichtlich auch im benachbarten Brunnenviertel zu hören sein. Die Sprengung ist für 10.55 Uhr geplant, zwei kurze Töne kündigen sie an. Es sind einige Sicherheitsmaßnahmen geplant: Die Stadioneingänge Cantianstraße und Emilie-Mosse-Straße werden gesperrt, kurz vor der Sprengung wird der Verkehr auf der Topsstraße und der Eberswalder Straße für die Dauer der Maßnahme unterbrochen. Im Sperrkreis (Jahnsportpark, Max-Schmeling-Halle, Teile des Mauerparks) dürfen sich keine Personen aufhalten.

Der Senat lässt die Flutlichtmasten sprengen, weil er auf dem Gelände ein neues Sportstadion bauen will. Bürgerinitiativen wenden sich seit Jahren gegen dieses Vorhaben und haben zuletzt einen alternativen Vorschlag für eine Nutzung des Sportparks vorgelegt. Sie kritisieren auch die Sprengung der identitätsstiftenden Flutlichtmasten. Mehr dazu steht im Beitrag Ein Plan B für den Jahnsportpark.

–> Der Stadtteilverein Brunnenviertel e.V. informiert auf seiner Webseite umfassend: Sprengung zweier Flutlichtmasten im Sportpark am Donnerstag

Auf seinem neuen Messanger-Kanal informiert der Bezirk Mitte in Krisensituationen. Foto: Hensel
Auf seinem neuen Messanger-Kanal informiert der Bezirk Mitte in Krisensituationen. Foto: Hensel

Kriseninfos per WhatsApp: Bezirksamt startet Messenger-Kanal

Das Bezirksamt Mitte hat einen Messenger-Kanal für die Kommunikation in Krisensituationen eröffnet. Der WhatsApp-Kanal kann kostenlos abonniert werden. Er ergänzt bestehende Warnsysteme wie NINA oder Katwarn. Laut Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) liegt der Schwerpunkt des Kanals auf der Krisen- und Katastropheninformation. So sollen bei großen Stromausfällen, Unwettern oder in anderen Gefahrensituationen Informationen über Anlaufstellen, Notfallangebote und Notvorräte verbreitet werden. Der Kanal ist aufgebaut wie ein Newsletter. Abonnent:innen können nicht antworten, die Nachrichten aber mit Emojis kommentieren und weiterleiten. Abonniert werden kann der Kanal hier: https://whatsapp.com/channel/0029Vb7UfBH8KMqjPLCP1g3b.

Beim Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel
Beim Sommerkino auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel

Fit am Leo & Sommerkino: Es geht weiter

Die kostenlosen Fitnessangebote auf dem hinteren Leopoldplatz (Maxplatz) werden fortgesetzt. Wie die Gebietsbetreuung des Fördergebiets „Lebendiges Zentrum Müllerstraße“ am 30. Januar mitteilte, wurden die bezirklichen Mittel für das Angebot für dieses und das kommende Jahr gesichert. Aktuell finden zweimal in der Woche Sportangebote statt. „Fit am Leo“ gibt es seit 2024 und wird aktuell von YIGEIA durchgeführt.

Gleichzeitig stellt die Gebietsbetreuung auch die Weiterführung des Open-Air-Kinos auf dem Leopoldplatz in Aussicht. Auch diese Reihe soll in diesem und dem kommenden Jahr in ähnlichem Umfang wie in den Vorjahren stattfinden. In Kürze sollen für die beiden Projekte im Rahmen von Ausschreibungen Träger gesucht werden. Diese werden auf der Webseite der Gebietsbetreuung veröffentlicht.

Das Wandbild an der Ecke Bad- und Pankstraße. Foto: Hensel
Das Wandbild an der Ecke Bad- und Pankstraße. Foto: Hensel

Die Linke will zwei Wandbilder im Wedding umgestalten

Die Fraktion Die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) möchte zwei Wandbilder im Wedding umgestalten lassen. Bereits vor fast einem Jahr hatte die Fraktion dazu einen Antrag gestellt. Dieser wurde an den Kulturausschuss überwiesen, wo er bisher immer wieder vertagt wurde.

Eines der Bilder zeigt den Schriftzug „Gewachsen auf Beton“ und die drei Fußballer Jérôme, George und Kevin-Prince Boateng. Das Mural befindet sich an der Brandwand an der Kreuzung Pankstraße/Badstraße und prägt das Stadtbild des Viertels. Die Linke bezieht sich auf die Gewaltvorwürfe gegen Jérôme Boateng und möchte ihn entfernen lassen, während die beiden anderen Brüder erhalten bleiben könnten. Kritische Stimmen zeigen sich bereits durch rote Farbflecken auf dem Bild, die offenbar als Kommentar zur Darstellung gedacht sind – auch darauf nimmt der Antrag Bezug.

Die zweite Wandfläche an der Wiesenstraße 44 zeigt ein großflächiges Mural der Berliner Künstlergruppe „Innerfields“ mit dem Titel „Absent“. Es zeigt eine Frau, die einen verwundeten, heimkehrenden Soldaten in die Arme schließt, als Antwort auf ein vergleichbares Werk in Kiew mit dem Titel „Present“. Die Linke äußert Bedenken, dass das Bild „nicht zumindest implizit eine Form des personalisierten Heldengedenkens reproduziert“, und sieht die Nähe zu einem Gedenkort für den Blutmai kritisch.

Beide Wandflächen befinden sich nicht im Eigentum des Bezirks. Sollte der Antrag behandelt und von der BVV beschlossen werden, ist daher unklar, ob eine Umsetzung möglich wäre. Der Antrag regt zunächst vor allem eine Diskussion über die Wandbilder an.

Die Winterbeleuchtung am Leopoldplatz. Rechts: Die illuminierte Alte Nazarethkirche. Fotos: Hensel
Die Winterbeleuchtung am Leopoldplatz. Rechts: Die illuminierte Alte Nazarethkirche. Fotos: Hensel

Lichterglanz am Leopoldplatz endet mit Fassadenprojektion

Die Fassadenprojektion „Garden of Lights“ an der Alten Nazarethkirche beendet den Lichterglanz am Leopoldplatz am 12. und 13. Februar. Die 18-minütige Rauminszenierung des Berliner Studios „if eyes could talk“ erzählt in metaphorischen Bildern von Neubeginn, Wachstum und Hoffnung. Musik der Weddinger DJane Dina begleitet die Pausen, der Nachbarschaftsverein „WIRamLEO“ bietet heiße Getränke und Erbsensuppe.

Eröffnung ist am Donnerstag, 12. Februar, um 17.30 Uhr, Projektionen laufen bis 21 Uhr im 20-Minuten-Takt. Freitag, 13. Februar, ist die Illumination nochmals von 18 bis 21 Uhr zu sehen. Vor Ort können Besucher:innen Tassen und Regenschirme im Leopoldplatz-Kampagnendesign gewinnen und sich mit Mitwirkenden des Leo-Adventskalenders austauschen. Die winterliche Beleuchtung des Leopoldplatzes endet am 15. Februar. Die Aktion gehört zu den Maßnahmen zur Belebung des Leopoldplatzes und wird vom Bezirk Mitte mit Mitteln aus dem Berliner Sicherheitsgipfel finanziert.

Diese Meldungen wurden von einem Menschen geschrieben.

Mehr Wedding kurz & knapp

Weitere Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen sind unter dem Link Wedding kurz & knapp zu finden.

Kommentare

  1. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    Morjen

    Meldung Nummer 6 leider Paywall Artikel

    Karstadt am Leopoldplatz: Wieso die Bundeswehr bald nach Wedding ziehen könnte
    Wird das Karstadt-Haus in Wedding zum Musterungszentrum der Bundeswehr? Ministerium und Eigentümer reagieren. Derweil protestieren Initiativen.

    na Prost Mahlzeit

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Ja, das wäre wohl eine Entwicklung, wie man sie sich vor Ort nicht wünscht.

  2. Avatar von Rolf

    Die Linke und die Kunst. Das war mal eine fruchtbare Verbindung. Ist aber lange her. Bilder von Menschen, die nicht mehr als Helden taugen, aus Bildern entfernen zu lassen, ist kleingeistig und ist etwas, was man von Stalin kennt (da verschwand Trotzki später von den Fotos). Das Bild der drei Boateng-Brüder gehört zum Wedding.

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