In der Kapelle der Versöhnung finden ab Mai thematische Kapellengespräche statt. Zum Auftakt geht es am 21. Mai um das Thema „Akut bedroht: Kirchengebäude. Die Seelen unserer Kieze“.

Am 21. Mai diskutieren Frank Röger und Dr. Karin Berkemann über die Zukunft von hunderten wenig genutzten Kirchengebäuden in Zeiten abnehmender Besucherzahlen und zunehmenden Renovierungsbedarfs. Im Ortsteil Gesundbrunnen ist unter anderem die Stephanuskirche im Soldiner Kiez von dem Problem betroffen, siehe Beitrag Stephanuskirche: Gemeinde saniert und gibt Gebäude ab.
Frank Röger ist Leiter des Landeskirchlichen Bauamtes im Konsistorium der EKBO, der evangelische Landeskirche in Ostdeutschland und Berlin. Dr. Karin Berkemann ist Theologin und Kunsthistorikerin an der Uni Greifswald. Sie ist Initiatorin und Mitautorin vom „Kirchenmanifest“, das im Frühjahr 2024 bundesweit veröffentlicht wurde. Die Kernbotschaft dieses Appells heißt: Kirchen sind Gemeingüter. Der Appell ruft Staat und Gesellschaft dazu auf, sich der historisch begründeten Verantwortung für das kulturelle Erbe der Kirchbauten nicht zu entziehen. „Immer mehr Bauten werden außer Gebrauch gestellt oder gar abgerissen. Kirchenräume sind jedoch Common Spaces!“, heißt es in dem Aufruf (www.moderne-regional.de/kirchenmanifest/). Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4. Sie wird moderiert von Pfarrer Thomas Jeutner.
Weitere Kapellengespräche 2025
In weiteren thematischen Kapellengesprächen geht es am 25. Juni um das Thema „Kirche und Rechtspopulismus“, am 16. Juli um „Armut bei uns?“ und am 17. September um das Thema „Die fetten Jahre sind vorbei: Visionen einer neuen Kirche“. Die Kapellengespräche beginnen jeweils um 19.30 Uhr in der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4, und sind kostenlos.
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