Der Kubik e.V. ist ein wichtiger Träger im Stadtteil. Es gibt den Verein bereits seit 17 Jahren. Er hatte seinen Sitz lange in der Badstraße 12. Nun musste der gemeinnützige Verein wegen massiver Mietsteigerungen ausziehen und sucht jetzt dringend neue Räumlichkeiten. Er hofft auch auf Hinweise aus der Nachbarschaft, denn er würde gern im Ortsteil Gesundbrunnen bleiben oder in den angrenzenden Wedding ziehen.

Am liebsten würde der Kubik e.V. in der Nähe des früheren Standorts in der Badstraße 12 bleiben, damit seine Mitglieder und Nutzer:innen keine viel weiteren Wege auf sich nehmen müssen, um die Vereinsangebote zu nutzen. „Wir suchen eine Fläche in der Größe von 200 bis 300 Quadratmetern“, sagt Süleyman Bag. Er bittet möglichst schnell um Hinweise auf freie Räume dieser Größe im Stadtteil. Aktuell ist der Verein nämlich obdachlos. Wer helfen kann, kann sich telefonisch unter (0174) 7 85 72 45 an ihn wenden.
Das ist Kubik e.V.
Der Kubik e.V. ist in der Bildungsarbeit, der Erwachsenenbildung, der Kinder- und Jugendarbeit, dem Frauen-Empowerment und in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit tätig. Der Bildungsverein will Vorurteile und Diskriminierung abbauen und setzt sich für interkulturelle Zusammenarbeit ein. Er betreibt eine Wochenendschule, bietet Nachhilfe an, organisiert Veranstaltungen. So war er auch maßgeblich am diesjährigen Fastenbrechen auf dem Leopoldplatz beteiligt. Vor der Bundestagswahl hat er eine Podiumsveranstaltungen mit Kandidat:innen aus dem Stadtteil organisiert.

Im Rahmen seiner Projekte bietet Kubik e.V. Fortbildungen für migrantische Ehren- und Hauptamtliche an und arbeitet an der Stärkung des Ehrenamts in Migrantenorganisationen. In seinem neuesten Projekt „Mehr Teilhabe in der Stadtgesellschaft“ verfolgt er dieses Ziel zusammen mit seinen Kooperationspartnern: dem Brunnenviertel e.V., der Evangeliums Gemeinde am Hausotterplatz und dem Institut für Islamische Informationen e.V. Das Brunnenmagazin ist Medienpartner in diesem Projekt. Mehr über das Projekt steht im Beitrag Migrantische Community entdeckt das Ehrenamt.
Das Wohnungsproblem für Vereine
Dass es schwer ist, in Berlin eine bezahlbare Wohnung zu bekommen, ist bekannt. Aber auch soziale Einrichtungen und Vereine wie der Kubik e.V. leiden unter dem angespannten Wohnungsmarkt. Sie haben das zusätzliche Problem, dass Räume für Vereine und soziale Einrichtungen in Deutschland unter das Gewerbemietrecht fallen. Dadurch gibt es für sie keinen Schutz vor drastischen Mietsteigerungen oder plötzlichen Kündigungen. Neue Räume zu finden, das ist auch für Vereine auf dem derzeitigen Wohnungsmarkt sehr schwer.


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