Ab Sonntag wird der Leopoldplatz wieder leuchten! „Lichterglanz am Leo“ hieß es vor zwei Jahren zum ersten Mal. Tausende kleine Lichter und Lichterketten zauberten aus Weddings zentralem Platz eine Weihnachtslandschaft. Am 1. Advent um 16 Uhr wird Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger nun wieder die Beleuchtung anschalten.
aktualisiert am 21. Januar 2026

Ein Platz im Lichterglanz
Als winterlichen Lichterglanz bezeichnet das Bezirksamt die Beleuchtung in einer Mitteilung. Als Hoffungslicht für den mit Problemen belasteten Ort hat sie unser Brunnenmagazin-Autor vor einem Jahr beschrieben (Hoffnungslichter für den Leopoldplatz). Und es stimmt: Die Beleuchtung ist ein Zeichen dafür, dass es Initiativen aus der Zivilgesellschaft und in der Verwaltung gibt, die die Situation am Leopoldplatz verbessern möchten. Drogenkonsum, Obdachlosigkeit, Vermüllung, Gewaltdelikte – das sollen nicht länger die zentralen Meldungen vom Leopoldplatz im Wedding sein. Dafür hat es viele Maßnahmen gegeben. Und deshalb finanziert das Bezirksamt die winterliche Aktion in diesem Jahr erneut mit Mitteln, die nach dem Berliner Sicherheitsgipfel vom Land ausgereicht wurden.

Ein Zeichen für Wandel am Leo
„Als ob ein Schwarm Glühwürmchen sich auf dem Leopoldplatz niedergelassen hat, leuchtet es in den Bäumen von der Müllerstraße bis zur Maxstraße“, so hat es unser Autor im vergangenen Jahr geschrieben. Doch hinter der stimmungsvollen Kulisse steckt mehr. Mit ihr will der Bezirk Mitte ein Zeichen für gemeinsames Miteinander, kulturelle Vielfalt und ein lebendiges Kiezleben setzen. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) sagt über die Aktion: „Wir freuen uns sehr, dass der Leopoldplatz im Lichterglanz erstrahlt und zu einem Ort der Begegnung und der Hoffnung wird. Wir möchten mit der Beleuchtung die Nachbarschaft zusammenbringen und den Raum für gemeinschaftliches Erleben schaffen. Das Licht ist zugleich ein wichtiges Symbol für die positive Entwicklung des Platzes und des gesamten Wedding-Kiezes.“

Lichter, die mehr bedeuten als Stimmung
Bezirksbürgermeisterin nutzt die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass die Mittel für den Leopoldplatz, für kulturelle und wirtschaftliche Belebung, derzeit nicht gesichert sind. Der Entwurf des Doppelhaushalts des Landes Berlin für 2026/27 sieht eine Kürzung dieser Mittel vor. Deshalb ist es derzeit unsicher, ob dies (unter anderem) nicht der letzte Lichterglanz am Leopoldplatz ist. „Wir hoffen sehr, dass uns das Land Berlin die Mittel auch in den nächsten beiden Jahren zur Verfügung stellt, damit wir den Leo nachhaltig stabilisieren können“, formuliert es Stefanie Remlinger.
Wenn am Sonntag die Lichter am Leopoldplatz angeschaltet werden, findet vor Ort übrigens die erste weihnachtliche Version des Weddingmarkts statt (11-19 Uhr). Die Weihnachtsbeleuchtung selbst wird laut Bezirksamt bis zum 9. Januar 2026 einschließlich Sonntag, den 15. Februar 2026 erstrahlen.
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