„Mitte macht sauber“ – der Kampf gegen den Müll geht weiter

Zusammen gegen den Müll: Die Kampagne „Mitte macht sauber“ verbindet Verwaltung, Bürgerschaft und Ehrenamtliche in Mitte. Vom Brunnenviertel über den Leopoldplatz bis ins Englische Viertel packen Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam an, sammeln Müll und machen die Kieze lebenswerter – so zieht die Kampagne erste positive Bilanz.

aktualisiert am 9. September 2026

Mitte macht sauber: Beim Clean-up in der Badstraße lagen besonders viele Zigarettenkippen herum. Foto: Hensel
Mitte macht sauber: Beim Clean-up in der Badstraße lagen besonders viele Zigarettenkippen herum. Foto: Hensel

Unter der Kampagne bündelt der Bezirk seit einem Jahr seine eigenen Aktivitäten im Bereich Müllvermeidung und Müllbekämpfung. Er bezieht bei „Mitte macht sauber“ aber auch Akteure aus der Zivilgesellschaft mit ein, die oft seit Jahren auf dem Gebiet aktiv sind und vor allem Clean-up-Aktionen zum Mitmachen organisieren. So entsteht eine Art thematische Arbeitsgruppe, die mehrere Themen unter einem Motto vorantreibt.

Zahlen & Fakten

Im Rückblick auf das vergangene Jahr nannte die Bezirksbürgermeisterin Zahlen. So fanden in den einzelnen Ortsteilen von Mitte insgesamt 31 Sperrmülltage in Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung statt, die von fast 15.000 Menschen besucht wurden. Dabei wurden mehr als 228 Tonnen Sperrmüll eingesammelt. Rund 25 Tonnen konnten wiederverwendet werden. Die BSR-Kieztage gehen auch in diesem Jahr weiter. Die Termine im Wedding und in Gesundbrunnen im ersten Halbjahr stehen im Beitrag BSR-Kieztage 2026: Kostenlose Sperrmüll-Abgabe im Wedding.

Positiv bewertete die Bezirksbürgermeisterin auch den Müllgipfel 2.0 im November im Parkviertel sowie das Müllfest auf dem Leopoldplatz, bei dem sich über 1.500 Besucher über Ressourcenschonung und Abfallvermeidung informierten.

Beim Müllfest auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel
Beim Müllfest auf dem Leopoldplatz. Foto: Hensel

Maßnahmen & Aktionen

Zu den bezirkseigenen Maßnahmen gehörten laut Stefanie Remlinger auch die Vorgaben zur Müllvermeidung bei Großveranstaltungen sowie landesweite Schwerpunkteinsätze des Ordnungsamtes, etwa zu Zigarettenkippen oder zur Mehrwegpflicht. Die Zahl der beim Bezirksamt eingehenden Beschwerden zum Thema Müll sind laut der Bezirksbürgermeisterin rückläufig. Sie glaubt, dass dieser Trend die Wirksamkeit der Kampagne unterstreiche.

Cleaup-Initiativen verweisen dagegen darauf, dass in Mitte in der Ordnungsamt-App weiterhin die meisten Dreckecken gemeldet werden.

Für das Bezirksamt sei klar: Die Kampagne „Mitte macht sauber“ wird in diesem Jahr fortgeführt.

Bei der Vorstellung der Bezirkskampagne "Mitte macht sauber!": Christian Zielke von der Pressestelle, Stadtradt Christopher Schriner und Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. Foto: Hensel
Beim Start der Kampagne „Mitte macht sauber!“: Christian Zielke von der Pressestelle, Stadtradt Christopher Schriner und Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. Foto: Hensel

Lokale Clean-up-Gruppen

Stefanie Remlinger verwies in ihrer Bilanz auch auf zahlreiche Clean-up-Aktionen in den Kiezen. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten unabhängig arbeiten, ihre Aktionen nun aber unter der Überschrift „Mitte macht sauber“ veröffentlichen und etwa in den sozialen Medien mit dem Hashtag #mittemachtsauber kennzeichnen. Zu diesen Gruppen gehört „WIRamLEO“ vom Leopoldplatz oder „Saubere Sache“ aus dem Sprengelkiez. Im Ortsteil Mitte stellt die Gruppe „10110_lebenswert“ ihre Aufräumaktionen im Weinbergspark unter das Kampagnenmotto. Einige Gruppen pausieren übrigens in der kalten Jahreszeit – zum Beispiel die Putzengel im Brunnenviertel. Andere sammeln auch im Winter Müll – so wie „WIRamLEO“ und die Gruppe „Saubere Sache“.

Zur Kampagne zählt Stefanie Remlinger auch einzelne Aktionen wie die zum World Cleanup Day im September. Hier hatte zum Beispiel der Kubik e.V. zum Aufräumen in der Badstraße eingeladen, worüber unter der Überschrift Aufgeräumt: Hunderte Kippen weniger! ein Bericht im Brunnenmagazin erschienen ist. Auch hier hieß es: Mitte macht sauber.

Beim Clean-up der Gruppe "Saubere Sache" im Sprengelkiez. Foto: Hensel
Beim Clean-up der Gruppe „Saubere Sache“ im Sprengelkiez. Foto: Hensel

Aktuelle Termine

Die Cleanup-Initiativen und das Ordnungsamt rufen regelmäßig zum gemeinsamen Müllsammeln auf. Die Termine sind im Beitrag „Cleanup-Gruppen im Wedding: Alle Termine 2026 im Überblick“ zu finden, der fortlaufend aktualisiert wird.

Alle Cleanup-Aktionen sind Mitmachaktionen. Die Initiativen freuen sich über Menschen, die sie unterstützen. Mitbringen müssen Helfer:innen nichts, Materialien werden gestellt.

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