Wedding kurz und knapp – 7.1.25

Zum Jahresanfang geht es ganz oft ums Kino, auch im Wedding. Dieses Mal ist es aber nicht nur die Berlinale, die ihren Schatten voraus wirft. Hier sind die ersten zehn Wedding-News „Wedding kurz und knapp“ im Jahr 2025. Zehn kurze Meldungen mit neuen, wichtigen und interessanten Informationen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.

Die Berlinale kommt in den Wedding!

Im Februar finden die 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Die Berlinale bringt in diesem Jahr vom 13. bis 23. Februar auch wieder Filme in ausgewählte Kiezkinos. In diesem Jahr gibt es im Rahmen von „Berlinale Goes Kiez“ sieben Spielstätten, auch der Wedding ist wieder vertreten. Das City Kino ist am 15. Februar das erste Berlinale-Kiezkino, drei Filme werden an dem Tag gezeigt. Das Sinema Transtopia hat am 20. Februar zwei Berlinale-Filme zu Gast. Darüber hinaus gibt es wieder eine Sonderveranstaltung in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee, die auch für externes Publikum zugänglich ist. Das Programm der von „Berlinale Goes Kiez“ wird am 4. Februar bekannt auf der Webseite www.berlinale.de gegeben.

Das Sinema Transtopia bei der Berlinale 2023. Foto: Hensel
Das Sinema Transtopia bei der Berlinale 2023. Foto: Hensel

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Einschränkungen nach Rohrbruch an Silvester

Im Wedding hat es in der Silvesternacht in der Seestraße eine Überraschung gegeben, die sich auf große Teile Berlins ausgewirkt hat. Das 97 Jahre alte Wasserrohr, eine Hauptverbindungsleitung um Trinkwassernetz, brach. Die Seestraße stand schnell unter Wasser, der Wasserdruck in vielen Teilen der Stadt fiel vorübergehend bis zu einer Notreparatur ab. Nun wird das alte Rohr auf 270 Metern ausgetauscht. Die Arbeiten sollen laut Berliner Wasserbetriebe voraussichtlich bis Ende des Frühjahrs andauern, was sich je nach Wetterlage aber verschieben könne. Während der Bauarbeiten wird der Autoverkehr in Richtung A100 einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet. In der Gegenrichtung sind alle Spuren befahrbar. Der Straßenbahnverkehr der Linien M13 und 50 bleibt vorerst unterbrochen, ein Ersatzverkehr ist eingerichtet. Mehr dazu steht im Beitrag Nach Wasserrohrbruch: Reparatur in der Seestraße.

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Umzug des Kinos Arsenal beginnt

Das Kino Arsenal am Potsdamer Platz hat im Dezember seine Türen geschlossen. Unterdessen findet der Umbau am neuen Standort im Silent Green Kulturquartier statt. Das Kino soll dort Anfang 2026 eröffnen. Dort ist bereits seit 2015 das umfangreiche Filmarchiv des Arsenal mit seinen mehr als 10.000 Titeln untergebracht. Mit dem Umzug werden dann alle Bereiche des Projekts an einem Standort vereint sein: Kino, Berlinale Forum/Forum Expanded, Archiv und Filmverleih. Der Wedding profitiert von diesem Umzug und bekommt einen weiteren Kinosaal mit 180 Plätzen. Der Zugang zu diesem neuen Weddinger Kino wird vom der Plantagenstraße aus sein. Über den Fortgang des Umbaus im Silent Green Kulturquartier dokumentiert das Arsenal auf seiner Webseite, dort sind auch Visualisierungen des neuen Kinos zu sehen.

Schilder auf einem Lageplan im Silent Green Kulturquartiert. Bald kommt das Schild für das Kino Arsenal dazu. Foto: Hensel
Schilder auf einem Lageplan im Silent Green Kulturquartiert. Bald kommt das Schild für das Kino Arsenal dazu. Foto: Hensel

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SOS-Kisten auf fünf Spielplätzen

Auf fünf Spielplätzen rund um den Leopoldplatz gibt es seit Kurzem sogenannte SOS-Kiezkisten. SOS steht bei dem Projekt des Bezirksamts Mitte für „Selbstbestimmt Optimierte Spielplatzpflege“. Die Kisten enthalten Werkzeuge, mit denen Müll entsorgt werden kann. Auch Gegenstände, die eine potentielle Verletzungsgefahr darstellen, sollen damit entfernt werden können. Sie SOS-Kiezkisten sin mit Zangen, Müllbeutel, Eimer, Kehrgarnitur sowie einen Erste-Hilfe-Kasten ausgestattet. Die Kisten sind mit Zahlenschlössern gesichtert, die Codes dafür sollen laut Bezirksamt über Fixpunkt e.V. oder die Infopoints auf dem Leopoldplatz erhältlich sein. Im Dezember wurde die erste SOS-Kiste auf dem Maxplatz eröffnet. Weitere Kisten sind auf den Spielplätzen Nazarethkirchstraße, Roter Platz, Utrechter Straße sowie Malplaquetstraße zu finden.

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Quartier am Humboldthain: Bebauungsplan einsehbar

Auf dem AEG-Gelände an der Gustav-Meyer-Allee soll in den nächsten Jahren das Quartier am Humboldthain entstehen. Das Immobilienunternehmen Coros will das innerstädtische Gewerbegebiet zu einem wissenschaftsnahen Wirtschaftsstandort entwickeln. Der Entwurf enthält Büros, Forschungs- und Produktionseinrichtungen sowie eine öffentlich zugängliche Grünfläche. Noch bis zum 24. Januar ist der Entwurf des Bebauungsplans auf der Webseite des Stadtentwicklungsamtes veröffentlicht. Darüber informierte Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD). Wer die Papiervariante bevorzugt: Diese kann im Foyer der Schiller-Bibliothek in der Müllerstraße 149 an jedem Wochentag von 10 Uhr bis 19.30 Uhr und Samstags von 10 Uhr bis 14 Uhr eingesehen werden. Währendde der Auslegungsfrist können auch Stellungnahmen abgegeben werden. Das ist auf den Webseiten, per E-Mail an bebauungsplan@ba-mitte.berlin.de oder per Brief möglich (Bezirksamt Mitte von Berlin, Stadtentwicklungsamt, Müllerstraße 146, 13353 Berlin). Mehr zu dem Bauprojekt steht im Beitrag 300.000 Quadratmeter und kein Supermarkt?

Bei einem Kiezspaziergang auf dem Gelände des künftigen "Quartier am Humboldthain" konnten sich Interessierte 2022 bereits einen ersten Eindruck von den ersten Planungsideen machen. Foto: Sulamith Sallmann
Bei einem Kiezspaziergang auf dem Gelände des künftigen „Quartier am Humboldthain“ konnten sich Interessierte 2022 bereits einen ersten Eindruck von den ersten Planungsideen machen. Foto: Sulamith Sallmann

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Parken auf der Swinemünder Brücke bleibt – vorerst

Auf der Swinemünder Brücke parken fast durchgängig beidseitig Autos. Der Radverkehr wird auf dem Gehweg entlang geführt. Laut Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) wird sich an der Situation kurzfristig nichts verändern. Damit folgt nicht er dem Antrag der Bezirksverordneten aus dem Dezember 2023. Diese hatten angeregt, das Parken auf der Brücke zu untersagen und beidseitig Fahrradstreifen einzurichten oder die Swinemünder Straße als Fahrradstraße ohne Kfz-Verkehr auszuweisen. Der Bezirksstadtrat verweist darauf, dass die Situation für den Radverkehr auf der Brücke gut sei. Zudem solle das Großsteinpflaster auf Brunnenviertel-Seite ausgetauscht werden und der Radweg auf die Fahrbahn geführt werden. Mehr zu der Baumaßnahme steht im Breitrag Umbau der Swinemünder in der Kritik. Langfristig solle der Straßenabschnitt vorraussichtlich Teil der Radschnellverbindung „Panke Trail“ werden. Aufgrund der „Planungsbefangenheit wird von einer kurzfristigen Anpassung der verkehrsrechtlichen Anordnung bzgl. des ruhenden Verkehrs und der Führung des Radverkehrs abgesehen“. Mittel- bis langfristig sei die Einrichtung einer Fahrradstraße ohne ruhenden Kfz-Verkehr allerdings „sehr wahrscheinlich“.

Parkende Autos auf der Swinemünder Brücke. Foto: Hensel
Parkende Autos auf der Swinemünder Brücke. Foto: Hensel

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Neue Adresse für Mieterberatung zum Milieuschutz

Die Mieterberatungsstelle zum Milieuschutz ist umgezogen. Sie berät nun im Vorort-Büro des Lebendigen Zentrums und Sanierungsgebiets Müllerstraße im Hof der Müllerstraße 12 (1. Obergeschoss, Klingel „LZ Müllerstraße“). Das Team der Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH berät dort zu Themen wie Modernisierung/Instandsetzung von Wohnungen und Wohnhäusern, Umwandlung in Wohnungseigentum und bezirkliches Vorkaufsrecht. Wer einen Rat braucht, kann ihn donnerstags von 15 bis 18 Uhr ohne Anmeldung erhalten. Das Angebot richtet sich an Bewohner:innen der Milieuschutzgebiete Leopoldplatz, Seestraße, Sparrplatz und Müllerstraße Nord sowie des Sanierungsgebiets Müllerstraße. Darüber hinaus gibt es montags zwischen 10 und 13 Uhr eine telefonische Beratung unter (030) 44 33 81 11. Die Mieterberatungsstelle war zuvor viele Jahre in der Triftstraße 2. Dort war im vergangenen Jahr der Mietvertrag ausgelaufen.

Die Mieterberatung findet im Neubau an der Ecke Müllerstraße und Lindower Straße statt. Foto: Schnell
Die Mieterberatung findet im Neubau an der Ecke Müllerstraße und Lindower Straße statt. Foto: Schnell

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Sinema Transtopia: Schließung abgewendet

Viele Kultureinrichtungen in Berlin haben Ende vergangenen Jahren wegen angekündigter Sparmaßnahmen des Landes Berlin um ihre Existenz gebangt. Im Wedding hatte insbesondere das Sinema Transtopia in der Lindower Straße eine komplette Streichung seiner Unterstützung und somit eine Schließung befürchtet. Kurz vor dem Jahreswechsel hat das Projekt auf seinem Instagram-Kanal positive Nachrichten vermeldet: „Die Kürzung wird nur eine Teilkürzung sein – 33 Prozent – also können wir unsere Arbeit 2025 fortsetzen“. Das transnationale Kino könne etwas Aufatmen, auch wenn ihm und vielen weiteren Kultureinrichtungen in Berlin viel Unsicherheit bevor stehe. Nach einer Jahreswechselpause beginnt das Programm im Sinema Transtopia am Freitag (10.1.) wieder. Mehr zu den Kürzungen im Kulturbereich im Wedding stand im Beitrag Kürzungen bei Kultur und Demokratie.

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Initiative #WIRamLEO will Verein werden

Seit dem Berliner Sicherheitsgipfel im September 2023 fließt verstärkt Geld in Maßnahmen auf und rund um den Leopoldplatz. Es gibt eine verbesserte Beleuchtung, eine Belebung mit Sport- und Kulturangeboten, eine Marktingkampagne, mehr Polizeipräsenz, die Infopoints auf dem Platz, Platzhausmeister sowie die Winterleuchtung mit unzähligen Lichterketten. Neben anderen hatte sich die 2022 gegründete Bürgerinitive „#WIRamLEO“ in die Diskussion um diese Verbesserungen eingebracht. Nun soll das Engagement mit der Gründung eines Vereins auf festere Beine gestellt werden, wie die Initiative Ende vergangenen Jahres mitteilte. Man sei „nach wie vor fest davon überzeugt (…), dass eine starke und engagierte Nachbarschaft ein wichtiger Baustein für ein Gleichgewicht auf und neben dem Platz ist“.

Sven Dittrich Infopoint
Sven Dittrich von #WIRamLEO. Seit Kurzem arbeitet er auch im Infopoint auf dem Leopoldplatz. Foto: Andrei Schnell

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Wieder BSR-Kieztage im Jahr 2025

Der Bezirks Mitte setzte in diesem Jahr die BSR-Kieztage fort. Dabei können Sperrmüll, Alttextilien und Elektroschrott von Privathaushalten direkt in den Kiezen kostenfrei bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) abgegeben werden. Parallel gibt es jeweils einen Tausch- und Verschenkemarkt. Nun sind die Termine für die erste Jahreshälfte veröffentlicht worden. Von den insgesamt elf Terminen im ganzen Bezirk entfallen sechs auf die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen. Der erste Sperrmülltag findet am 1. Februar in der Zeit von 8 bis 13 Uhr in der Armenischen Straße 10 statt. Weitere Termine in Wedding und Gesundbrunnen stehen auf der Webseite des Bezirksamts. Im vergangenen Jahr hat es insgesamt 20 BSR-Kieztage in Mitte mit durchschnittlich 466 Besucher:innen pro Veranstaltung gegeben.

Mehr Wedding kurz & knapp

Weitere Kurzmeldungen aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen sind unter dem Link Wedding kurz & knapp zu finden.

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