Schlechte Laune im Wedding? Hier ist das Gegenmittel

Wer sich aktuell im öffentlichen Raum bewegt, sieht viele ernste Gesichter – oder sogar schlechte Laune. Klar, wir leben in herausfordernden Zeiten und auch in unserer Stadt, speziell im Wedding, läuft so einiges „nicht ganz so glorreich“. Doch anstatt zu meckern oder unfreundlich aus der Wäsche zu gucken – warum entscheiden wir uns nicht öfter mal bewusst für ein Lächeln?

Unser Gesicht verfügt über 17 Muskeln, die in Sekundenschnelle ein freundliches Lächeln zustande bringen. Wenn wir diese Muskeln schon haben, sollten wir sie auch regelmäßig nutzen.

Der Aufkleber sagt es: Bitte lächeln! Foto: Stephanie Esser
Der Aufkleber sagt es: Bitte lächeln! Foto: Stephanie Esser

Stufe 1: Lächeln für sich selbst

Alle, deren Smiley-Muskeln nicht im Training sind, können das erst mal entspannt zu Hause üben. Zum Beispiel jetzt: Mundwinkel nach oben, Augen mit einbeziehen und los! Nicht aufhören! Weiter lächeln und bewusst in den Brust- und Bauchbereich reinspüren. Wie fühlt sich das an? Atmet der Körper auf? Löst sich innerlich etwas?

–> Praxis-Training: Wenn Sie auf dem WC sind: lächeln. Mindestens 30 Sekunden. Dauer von Mal zu Mal steigern. Zur Erinnerung einen Post-it mit Smiley drauf an die Wand kleben.

Stufe 2: Lächeln im vertrauten Kreis

Prima, Sie haben die Kontrolle über Ihre Smiley-Muskeln wiedererlangt. Jetzt können Sie sich mühelos ein Lächeln ins Gesicht zaubern und es wird Zeit, die neuen Fähigkeiten zu zeigen. Schenken Sie Ihren Herzensmenschen oder dem nahen Umfeld öfter mal ein Lächeln. Einfach so. Zwischendurch. Mit oder ohne Grund.

–> Praxis-Training: Statt morgens muffelig in die Küche oder ins Büro zu kommen: Lächeln Sie, wenn Sie einen Raum betreten. Wenn jemandem ein Missgeschick passiert ist: Anstatt zu schimpfen, lächeln Sie. Dann gemeinsam eine Lösung suchen.

Stufe 3: Lächeln in der Öffentlichkeit

Jetzt sind Sie bereit für die Königsdisziplin. Verschenken Sie Ihr Lächeln an Fremde, im Wedding, in ganz Berlin und der Welt. Das ist kostenfrei, erhellt anderen Menschen den Tag und bereichert jedes Mal auch Sie selbst.

–> Praxis-Training: Geben Sie dem Zeitungsverkäufer in der U-Bahn zumindest ein Lächeln. Wünschen Sie der gestressten Kassiererin lächelnd einen guten Tag. Zaubern Sie sich unterwegs, wenn möglich, ein Lächeln ins Gesicht. Es wirkt. Garantiert!

Was hilft gegen schlechte Laune im Wedding?

Absichtliches Lächeln und Lachen in der Gruppe – das ist jeden Mittwoch außerhalb der Ferien ab 18.30 Uhr beim Lachyoga im Nachbarschaftsraum Waschküche in der Feldstraße 10 möglich. Das Angebot mit Lachyoga-Trainerin Stephanie Esser ist kostenfrei und ohne Anmeldung. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Mehr Infos unter www.frieden-freude-lachen.de/offener-lachtreff-berlin.

Gut zu wissen

Stephanie Esser ist seit vielen Jahren Mitglied der Bürgerredaktion im Brunnenviertel. Sie schreibt vor allem über Achtsamkeitsthemen. Auch beruflich hat sie sich mit diesen Themen befasst. Über ihre Arbeit als Lachyoga-Trainerin hat sie im Beitrag „Zum Lachen in die Waschküche“ geschrieben. Auch mit der hawaiianischen Technik Ho’oponopono kennt sie sich aus. Darüber hat sie den Beitrag „Ho’oponopono: Blöd sind nur die anderen – oder?“ verfasst.

Kommentar

  1. Avatar von Reinhard
    Reinhard

    Morjen
    auch wenn die letzten 1,5 Jahre nicht gerade lustig für mich waren, so habe ich das lächeln nicht verlernt… Stufe 1 und 2 kann ich über springen und gleich bei 3 beginnen.
    Neulich in der U-Bahn…. junge Frau steigt ein, völlig durcheinander – hat wohl etwas Chaos im Leben… sie bekommt mit das ich sie beachte, ich lächle – Sie: Danke, das lächeln tut mir gut… ich steh auf und zeige auf eine Socke die ihr runter gefallen ist , beim aussteigen ruft sie noch schnell : oh du bist ein Engel !!!

    na denn :))) Tag gelaufen win-win

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