Was bewegt sich gerade im Wedding und Gesundbrunnen? Die Heubuder Brücke soll neu gebaut werden, im Badstraßenkiez läuft die „Müllverbotszone“ an und am Wochenende gibt es einiges zu entdecken – vom Demokratiefestival bis zum Tag des offenen Denkmals. Das und mehr gibt es in dieser Ausgabe von „Wedding kurz & knapp“. Hier sind sieben kurze Meldungen und ein interessanter Link aus dem Wedding und aus Gesundbrunnen.
Die Schlagzeilen am 7. September 2026
- Heubuder Brücke: Neubau nimmt erste Hürde
- Mehr Platz für Kiezfeste: Diese fünf Orte im Wedding sind dabei
- Müllverbotszone im Badstraßenkiez
- „Dreckigster Ort“? Was hinter dem Ergebnis für den Sprengelkiez steckt
- Demokratiefestival mit U16-Wahl im Safe Hub
- Denkmaltag: Besondere Orte im Wedding entdecken
- Neuer Ringerverein sammelt für eigene Matte

Heubuder Brücke: Neubau nimmt erste Hürde
Für die seit Jahren fehlende Heubuder Brücke über die Panke gibt es ein neues Signal: Die Planungen für einen Neubau haben begonnen. Das sagte Lars Heymel von der Senatsumweltverwaltung bei einem Kiezspaziergang im Soldiner Kiez am 3. September. „Nehmen Sie es als positives Signal, dass für die Heubuder Brücke die Planungen begonnen haben“, sagte Heymel. Eine Teilnehmerin des Kiezspaziergangs hatte das Thema angesprochen und auf einen schnelle Neubau gedrungen.
Die Fußgängerbrücke in Höhe der Heubuder Straße war bereits vor Jahren wegen Schäden gesperrt worden. 2025 ließ die öffentliche Hand die 24 Meter lange Holzbrücke schließlich abreißen. Grund waren unter anderem faulende Längsträger. Die 1995 errichtete Brücke fehlt seitdem als direkte Verbindung über die Panke. Im vom Senat beschlossenen „Masterplan Brücken 2025 bis 2040“ ist der Neubau der Heubuder Brücke für 2028 vorgesehen. Für das Projekt sind 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Mehr Platz für Kiezfeste: Diese fünf Orte im Wedding sind dabei
Wo können Initiativen und Vereine nichtkommerzielle Feste feiern? Der Bezirk Mitte hat jetzt 24 öffentliche Flächen ausgewiesen, die grundsätzlich dafür geeignet sind. Dazu gehören Flächen im öffentlichen Straßenland ebenso wie in Grünanlagen. Mehrere der ausgewiesenen Orte liegen im Wedding und Gesundbrunnen, darunter die Genter Straße, der Lynarplatz, der Vinetaplatz, der Manga-Bell-Platz und der Martha-Ndumbe-Platz.
Eine automatische Genehmigung ist mit der Aufnahme in den Katalog nicht verbunden. Veranstaltungen müssen weiterhin im Einzelfall beantragt und genehmigt werden. Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) sieht in der Liste dennoch eine Erleichterung für Veranstalter: „Bei den aufgeführten Flächen ist die grundsätzliche Eignung bereits geprüft. Damit kann bei konkreten Anträgen schneller auf die jeweilige Veranstaltung und die erforderlichen Auflagen geschaut werden.“

Müllverbotszone im Badstraßenkiez
Der Badstraßenkiez soll sauberer werden: Das Bezirksamt Mitte hat den Bereich jetzt zur „Müllverbotszone“ erklärt. Seit August ist die Parkbetreuung laut einer Mitteilung von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) dort an sieben Tagen pro Woche und mehr als zehn Stunden täglich unterwegs. Drei Mitarbeitende sollen sich um kleinere Verschmutzungen kümmern, illegal abgestellten Sperrmüll melden und ansprechbar für die Nachbarschaft sein.
Unterstützt werden soll die Parkbetreuung von Kiezhelferinnen und -helfern sowie Clean-up-Initiativen. Ein Team von Kiezhelfer:innen der Wendepunkt gGmbH soll die wöchentlichen Aufräumaktionen unterstützen. Am 11. September startet die Aktion offiziell mit einer gemeinsamen Aufräumaktion. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Bauwagen hinter der Bibliothek am Luisenbad.
Mit der „Müllverbotszone“ will der Bezirk vor allem ein Zeichen gegen die Vermüllung setzen. Die Maßnahme ist Teil der bezirklichen Kampagne „Mitte macht sauber“, die 2025 gestartet wurde. Dazu gehören vermehrte BSR-Kieztage, mehrere Müll-Gipfel und Aufklärungsarbeit.

„Dreckigster Ort“? Was hinter dem Ergebnis für den Sprengelkiez steckt
Bei der Aktion „Mitte sucht den dreckigsten Ort“ wurde der Sprengelkiez besonders häufig genannt. Das teilt Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) mit. Das Ergebnis der Umfrage sagt allerdings wenig über den tatsächlichen Zustand des Kiezes aus. Er ist in den vergangenen Monaten nach Einschätzung vieler Anwohnerinnen und Anwohner sogar sauberer geworden. Auch von der BSR gibt es entsprechende Rückmeldungen. Über die bisherigen Bemühungen um mehr Sauberkeit im Sprengelkiez haben wir bereits berichtet.
Eine naheliegende Erklärung für das Umfrageergenis: Im Sprengelkiez engagiert sich die AG Sauberer Sprengelkiez seit Langem besonders aktiv für mehr Sauberkeit – und dürfte sich entsprechend stark an der Umfrage beteiligt haben. Auch Bezirksstadtrat Schriner weist auf diesen Zusammhang hin: „Dass der Sprengelkiez besonders häufig gemeldet wurde, ist vor allem ein Ausdruck dieses Engagements.“
Das Bezirksamt nimmt das Umfrageergebnis dennoch zum Anlass für eine eigene Aufräumaktion parallel zum Cleanup der AG Sauberer Sprengelkiez. Am 12. September räumt die AG von 11 bis 12.30 Uhr auf. Treffpunkt ist in der Sprengelstraße 15. Anschließend beginnt um 13 Uhr im Sprengelhaus eine Diskussion mit BSR und Bezirksamt über das Müllproblem im Kiez. Die Aufräumaktion des Bezirks startet um 10 Uhr an der Ecke Triftstraße/Genter Straße. Bis 15 Uhr informiert dort außerdem das Ordnungsamt gemeinsam mit der Soko Müll-Gipfel.

Demokratiefestival mit U16-Wahl im Safe Hub
Am 12. September findet im Safe Hub Berlin in der Ruheplatzstraße 12 das Demokratiefestival „Wedding bewegt!“ statt. Von 13 bis 18 Uhr gibt es Sport, Musik, Workshops und Mitmachangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und die Nachbarschaft.
Eine besondere Rolle spielen dabei die U16-Wahlen. Noch bis zumTag vor dem Festival, 11. September, können unter 16-Jährige im Safe Hub ihre Stimme für das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung abgeben. Gewählt wird mit Stimmzettel, Wahlkabine und Wahlurne. Die Wahlzeiten im Safe Hub sind montags und mittwochs von 17 bis 20 Uhr. Weitere Informationen zur Berlin-Wahl 2026 und zu Veranstaltungen im Wedding gibt es auf unserer Übersichtsseite.
Beim Demokratiefestival am 12. September werden anschließend die Ergebnisse der U16-Wahl auf der Bühne vorgestellt. Zum Festivalprogramm gehören außerdem ein offenes Fußballspiel, Poetry Slam, Zine- und Trikot-Workshops, Demokratie-Stände, DJ, Tanz und eine Hüpfburg.

Denkmaltag: Besondere Orte im Wedding entdecken
Am 12. und 13. September öffnen in Berlin rund 350 Denkmäler ihre Türen, stadtweit gibt es etwa 1.000 Veranstaltungen. Das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals lautet „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“. Auch im Wedding und Gesundbrunnen gibt es zahlreiche Angebote.
Auf dem Programm stehen unter anderem Führungen im Silent Green Kulturquartier, im Paul-Gerhardt-Stift und bei ExRotaprint. Besichtigt werden können auch die Gedenkstätte Berliner Mauer, die ehemalige Tresorfabrik Arnheim und die ehemalige Hutfabrik Gattel. In der ehemaligen Inspektor-Villa findet der Krempel de Luxe-Flohmarkt statt.
Am Denkmaltag kann auch der Stettiner Tunnel unter dem Nordbahnhofpark besichtigt werden. Am Samstag und Sonntag lädt der Berliner Unterwelten e.V. dazu ein (mit Zeitfensterticket, Taschenlampe mitbringen). Einen besonderen Ausblick bietet die Evangelische Osterkirche in der Samoastraße: Am Sonntag kann der Kirchturm von 12 bis 18 Uhr bestiegen werden. Für Familien gibt es am selben Tag von 14 bis 18 Uhr das „Bastelcafé Rehberge“ am Parkcafé. Dort können kleine und große Besucher eigene kleine Parkcafés basteln und sich kreativ mit dem denkmalgeschützten Gebäude beschäftigen.
Das vollständige Programm gibt es beim Tag des offenen Denkmals Berlin.

Neuer Ringerverein sammelt für eigene Matte
Im Wedding entsteht ein neuer Ringerverein: Das Berlin Wrestling Center befindet sich derzeit in Gründung. Trainiert wird bereits montags, mittwochs und freitags in der Louise-Schroeder-Halle. Zum Angebot gehören Kindergruppen verschiedener Altersstufen; eine eigene Mädchengruppe ist geplant.
Für den Trainingsbetrieb soll eine eigene Ringermatte angeschafft werden. Dafür läuft derzeit eine Crowdfunding-Kampagne mit einem Finanzierungsziel von 4.000 Euro. Mit dem Geld soll der Aufbau des neuen Vereins und der Trainingsbetrieb unterstützt werden. Initiatorin der Kampagne ist Michelle Czachowska, eine der Betreiberinnen der KAWA Roastery.
Zur Crowdfunding-Kampagne auf GoFundMe.
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