Wedding 2026: Baustellen, Kultur und Kiezleben

Ein neues Jahr hat begonnen: 2026. Die Zukunft, auch die nahe Zukunft, ist wie immer ungeschrieben. Trotzdem sind schon eine Reihe von wichtigen Ereignissen bekannt, die uns in den 365 Tagen bevorstehen. Was kommt in Wedding und Gesundbrunnen? Hier ist unsere Jahresvorschau.

Jahresvorschau für Wedding 2026
Jahresvorschau für Wedding 2026. Fotos: Hensel/Schnell

Wedding 2026: Große Baustellen im Stadtteil

Baustelle U6: Die BVG erneuert seit November 2022 große Teile der Strecke im Norden der U6. Weddingerinnen und Weddinger kennen das: Wer nach Tegel will oder zurück in den Wedding, der muss am Kurt-Schumacher-Platz in den Bus-Ersatzverkehr steigen. Damit sollte eigentlich schon in diesem Jahr Schluss sein. Doch formulieren wir es positiv: Die Dauerbauarbeiten an der U6 sollen laut Informationen von rbb24 bis Ende 2026 dauern.

Der Umzug des JuPoint auf den alten Schulhof beginnt. Video: Caiju e.V.
Der Umzug des JuPoint auf den alten Schulhof in der Putbusser Straße beginnt. Hier wird 2026 ein Ersatzbau für die Ernst-Reuter-Schule errichtet. Foto: Caiju e.V.

Baustelle Putbusser Straße: Die Ernst-Reuter-Schule im Brunnenviertel soll umfassend saniert werden. Für die Bauzeit sollen die 7. bis 9. Klassen laut Bezirksstadtrat Benjamin Fritz (CDU) in einem modularen Ersatzbau untergebracht werden. Dieser soll ab Mai auf dem früheren Sportplatz des brachliegenden Schulgeländes an der Putbusser Straße entstehen. Die Bauvorbereitungen sollen laut Stadtrat Fritz bereits im Januar beginnen. Der Bau der Ersatzschule soll bis März 2027 andauern – dann beginnt der Umzug der Klassen und die Nutzung des Baus für etwa fünf Jahre. Anschließend solle der Modulbau weiter genutzt werden – etwa für andere Schulsanierungen. Die Schule wird sich den alten Schulhof übrigens mit dem Jugendprojekt JuPoint teilen, das bereits auf die Fläche gezogen ist. Mehr dazu steht im Beitrag JuPoint zieht um: Neuer Freiraum für Kinder und Jugendliche.

Baustelle Otawi-Treff: Die Begegnungsstätte Otawi-Treff schließt zum Ende dieses Jahres und soll 2026 und 2027 saniert werden. Der Treff ist ein Begegnungsort mit Angeboten für Menschen über 60 Jahre. Vor eineinhalb Jahren hat „Die Wille“ (Johannisstift Diakonie) die Trägerschaft übernommen. Nun soll das Gebäude barrierefreier werden und attraktivere Räume bekommen. Es werden 1,9 Millionen Euro investiert. Einige Angebote des Otawi-Treffs ziehen in der Bauzeit ins nahegelegene Kiezhaus „Agnes Reinhold“ in der Afrikanischen Straße 75 um. Mehr dazu steht auf www.kiezhaus.org.

Der Otawi-Treff. Foto: Schnell
Der Otawi-Treff. Foto: Schnell

Baustelle Schulstraße: In der Schulstraße 97 entsteht seit April 2024 ein vierzügiges Gymnasium für 664 Schülerinnen und Schüler. Auch eine gestapelte Doppelsporthalle wird gebaut. Die Schule wird mit Mitteln aus der Schulbauoffensive von der Howoge errichtet. Mit der Fertigstellung wird im Sommer 2026 gerechnet.

Bau Schulcampus Pankstraße: Eine weitere Baumaßnahme im Bereich Schulbau steht bevor. In der Pankstraße soll auf dem 22.000 Quadratmeter großen Grundstück der Albert-Gutzmann-Schule eine Gemeinschaftsschule für zirka 1400 Schülerinnen und Schüler entstehen. Die Grundschule mit aktuell 425 Lernenden und dem sonderpädagogischen Förderzentrum für Autismus soll weiter erhalten bleiben und in die neue Gemeinschaftsschule integriert werden. Für die Bauzeit soll die Schule 2026 komplett ausgelagert werden (in den Schulneubau in der Schulstraße). Nach dem Umzug der Albert-Gutzmann-Schule soll die Bauvorbereitung dann Ende des Jahres 2026 beginnen. Die Baumaßnahme wird aus der Schulbauoffensive des Senats finanziert und von der Howoge umgesetzt.

Wedding 2026: Mobilität & Verkehr

Mit der S15 ab Gesundbrunnen: Ein langes Bauprojekt der Deutschen Bahn soll im Frühjahr beendet werden. Die Rede ist von der neuen Nord-Süd-Verbindung beziehungsweise vom ersten Teilabschnitt des Gesamtprojekts „S21 Berlin“. Am 28. März 2026 soll der Streckenabschnitt zwischen Bahnhof Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof eröffnet werden. Mehr zu dem Bauprojekt steht im Beitrag Ab März 2026 mit der S15 zum Hauptbahnhof?

Die neue Trasse für die S-Bahn (links) ist hier am Nordhafen fertig, die S15 kann kommen. Foto: Hensel
Die neue Trasse für die S-Bahn (links) ist hier am Nordhafen fertig, die S15 kann kommen. Foto: Hensel

Streitpunkt Kiezblocks: Der Bezirk Mitte und der Berliner Senat ziehen seit der letzten Wahl auf Landesebene im Verkehrsbereich in zwei komplett verschiedene Richtungen. So will der Bezirk das ursprünglich (vor der Wahl) gemeinsam gestartete Projekt „Kiezblocks für Mitte“ fortsetzen. Der Senat will dagegen keine Kiezblocks. Der Bezirk pocht auf bereits geschlossene Verträge und weist darauf hin, dass dem Bezirk und dem Senat durch den Richtungsstreit finanzieller Schaden entstehe. Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) agiert vor diesem Hintergrund.

Kurz vor Jahreswechsel hat er mitgeteilt, dass er weiter, also auch 2026, an dem Projekt „Kiezblocks für Mitte“ festhalten will und es als rein bezirkliches Projekt fortführen will. In der Mitteilung vom 22. Dezember teilt Schriner mit: „Mit der Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung kann das Projekt jetzt fortgeführt werden. Dies wird ohne Beteiligung der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) geschehen.“ Zur kompletten Mitteilung: Kiezblocks für Mitte als bezirkliches Projekt.

Kurz vor Jahreswechsel berichtete der Tagesspiegel von einem Einlenken des Senats bei der Finanzierung von Planungskosten für einige Kiezblocks. So soll es für die beiden geplanten Kiezblocks im Soldiner Kiez dem Bericht nach doch Geld geben. Übernommen werden sollen Planungskosten, die vor Mai 2025 angefallen sind. Ursprünglich sollen im Projekt „Kiezblocks für Mitte“ bis zu zwölf Kiezblocks eingerichtet werden.

Wedding 2026: Kultur, Kino, Wedding-Buch

Kino Arsenal eröffnet: Das Silent Green Kulturtier in der Gerichtstraße 35 wird im Frühjahr zu einem richtigen Kinostandort. Das Kino Arsenal, das vor knapp einem Jahr am Potsdamer Platz ausziehen musste, kommt mit seinem Spielbetrieb in den Wedding. In der Westhalle des früheren Krematoriums Wedding entsteht ein Kino mit 180 Plätzen. Wegen einer Bauverzögerung liegt der Eröffnungstermin nun im April 2026 und damit nach der nächsten Berlinale. Das Arsenal Institut für Film und Videokunst (ab 1. Januar 2026: Arsenal Filminstitut) wird trotzdem mit seinen eigenen Berlinale-Sektionen Forum und Forum Expanded bei den Filmfestspielen im Februar vertreten sein – dann in der Betonhalle des Silent Green. Für das neue Kino Arsenal entsteht in der Plantagenstraße 30 übrigens ein eigener Eingang. Das Arsenal wird mit dem Umzug sozusagen vereint, denn sein 10.000 Titel umfassendes Archiv ist bereits seit 2015 im Kulturquartier untergebracht. Die Büros und der Verleih sind derzeit in der Gerichtstraße 53. Mehr zum neuen Kino Arsenal steht auf der Webseite www.arsenal-berlin.de/institut/umzug.

Neues Wedding-Buch: Fotos und Ansichtskarten vom alten Wedding hat Ralf Schmiedecke wirklich viele. Wer möchte, kann hier im Brunnenmagazin einige seiner Schätze entdecken und seine fachkundigen Erklärungen lesen. Zu seiner Bilanz gehören auch drei Bücher mit historischen Ansichten. Am 20. Mai 2026 erscheint im Sutton Verlag sein viertes Wedding-Buch: „Berlin-Wedding einst und jetzt: Eine spannende Zeitreise in faszinierenden Bildern“. Mehr als 50 Bildpaare mit direkten Gegenüberstellungen von historischen und aktuellen Fotografien aus den Kiezen im Wedding und Gesundbrunnen in den letzten 100 Jahren sind auf 128 Seiten enthalten. Auch eine Buchvorstellung im Stadtteil ist geplant. Mehr Informationen dazu gibt es bald im Brunnenmagazin.

Der Buchautor Ralf Schmiedecke beim Kiezfest im Brunnenviertel. Foto: Hensel
Der Buchautor Ralf Schmiedecke beim Kiezfest im Brunnenviertel 2025. Im kommenden Jahr kommt sein 4. Wedding-Buch heraus. Foto: Hensel

Neues Moabit-Wedding-Festival: „mowe“ ist ein urbanes Kunst- und Kulturfestival, das durch die Stadtteile Moabit-Nord und Wedding zieht. Es soll bis 2027 lokale Kunst ins öffentliche Leben und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Aktuell läuft noch der Mitmach-Aufruf. Im Mai soll es dann zum ersten Mal so weit sein – das Festival soll stattfinden. Im Brunnenmagazin wird darüber berichtet, wo „mowe“ zu erleben ist, denn das Festival ist dezentral und über die beiden Ortsteile verteilt. Mehr dazu steht auf der Festival-Webseite.

Wedding 2026: Sport und Bewegung

Wedding-Cup: Der Wedding-Cup ist das größte Faustball-Turnier in Berlin und eines der größten Events dieser Art weltweit. Es wird von der Berliner Turnerschaft auf der großen Wiese im Schillerpark organisiert. Mehr als 200 Teams nehmen in jedem Jahr teil. 2026 findet der „Wedding-Cup“ zum 40. Mal statt – am 18. und 19. April.

Ein Plakat für den 40. Wedding-Cup im April 2026
Ein Plakat für den 40. Wedding-Cup im April 2026. Foto: Screenshot wedding-cup.de

Eislauf im Erika-Heß-Eisstadion: Der Vereinssport ist nach einer Sanierung des Eisstadions bereits im zurückliegenden Jahr in die Müllerstraße 185 zurückgekehrt. Mehr dazu steht im Beitrag Endlich! Erika-Heß-Eisstadion eröffnet mit FASS-Heimspiel. Am 12. Januar soll nach Informationen aus dem Bezirksamt Mitte auch der öffentliche Eislauf für alle starten. Die genauen Öffnungszeiten sind noch nicht veröffentlicht. Sobald sie bekannt gegeben sind, werden sie hier ergänzt.

Schließung Bewegungsbad: Diese Nachricht freut wahrscheinlich niemanden. Nach einem kurzen Aufschub wird das beliebte Bewegungsbad im Evangelischen Geriatriezentrum Berlin in der Reinickendorfer Straße 61 im Juni 2026 endgültig geschlossen. Im Bad gibt es einen massiven Sanierungsbedarf. Die Behebung der nötigen Maßnahmen (Wasserschäden) sprengt nach Angaben des Sport-Gesundheitspark Berlin den finanziellen Rahmen aller Beteiligten. Die stark frequentierten Wassergymnastikgruppen verlieren damit ihre Trainingsstätte. Was aus dem maroden Bad wird, ist unklar. Mehr zum Thema steht im Beitrag Bewegungsbad Wedding schließt 2026 – kleiner Aufschub.

Das Bewegungsbad in der Reinickendorfer Straße. Foto: Hensel
Das Bewegungsbad in der Reinickendorfer Straße. Foto: Hensel

Wedding 2026: Politik & Wahlen

Berlinwahl und BVV-Wahl: Am 20. September findet der wichtigste politische Termin im Jahr 2026 statt. Das Berliner Abgeordnetenhaus und die Bezirksversammlung werden neu gewählt. Viele Parteien haben ihre Kandidatinnen und Kandidaten bereits aufgestellt, aber noch nicht alle. Wie die Wahl ausgehen wird, weiß jetzt natürlich noch niemand. Im Brunnenmagazin haben wir trotzdem schon mal einen Blick auf die Entwicklung des Wahltrends im Wedding und in Gesundbrunnen geworfen – das kann ja nicht schaden! Wer sich für lokale Politik interessiert, wird den Text Vor der Berlin-Wahl: 40 Jahre Wahltrends im Wedding sicherlich spannend finden.

Für den Stadtteil steht aber bereits ein Wahldetail fest: Nach vielen Jahren im Amt wird sich Bezirksstadtrat Ephraim Gothe nach der Wahl verabschieden. Bei der Nominierung der SPD wurde er (aus Altersgründen) nicht mehr aufgestellt. Stattdessen führt Uta Francisco dos Santos die Liste an. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Wahlergebnis für die SPD in Mitte einen Stadtratsposten mit sich bringen – womit die Kandidatin dem langjährigen Stadtrat Gothe im Amt nachfolgen würde. Uta Francisco dos Santos ist in der Vergangenheit unter anderem als Organisatorin der Spielstraße in der Glasgower Straße im Englischen Viertel in Erscheinung getreten.

Stadtrat Ephraim Gothe bei einem Kiezspaziergang im Brunnenviertel 2020
Stadtrat Ephraim Gothe bei einem Kiezspaziergang im Brunnenviertel 2020. Foto: Schnell

77 Jahre Grundgesetz: Im Jahr 2026 wird das Grundgesetz 77 Jahre alt. Was das mit dem Wedding zu tun hat? Auch im Stadtteil soll das gefeiert werden, wie die Freiwilligenagentur Mitte bereits mitgeteilt hat. Rund um den 23. Mai soll es zahlreiche Aktionen des bürgerschaftlichen Engagements geben. Sobald mehr bekannt ist, wird das Brunnenmagazin berichten.

Wedding 2026: Nachbarschaft & Kiezleben

Neustart beim Flohmarkt Leopoldplatz: Der Flohmarkt auf dem Leopoldplatz startet 2026 neu. Weddingmarkt-Betreiberin Sabrina Pützer hat die Regie übernommen. Ab Januar lädt sie an jedem Samstag von 10 bis 16 Uhr auf den Platz vor der Schinkelkirche ein. Von Vintage-Schätzen über Bücher und Kleidung bis hin zu besonderen Raritäten soll es alles geben, was die Teilnehmenden anbieten. Auch Streetfood und ein kleines Programm solle es geben. Der erste Markttermin ist am 10. Januar. Mehr dazu steht im Beitrag Neue Märkte und Events für den Leopoldplatz ab 2026. Auf der Webseite www.leo-flohmarkt.de können Privatleute und Gewerbetreibende Stände buchen.

Das Plakat weist auf den Neustart des Flohmarkts auf dem Leopoldplatz hin
Das Plakat weist auf den Neustart des Flohmarkts auf dem Leopoldplatz hin. Foto: Hensel

Neuer Jugendort im Schillerpark: Derzeit laufen die letzten Arbeiten zur Fertigstellung eines neuen Jugendortes im nordöstlichen Schillerpark. Die Fläche wird künftig Basketball-, Tischtennis-, Calisthenics- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten und damit einen wichtigen Treffpunkt für Jugendliche im Quartier schaffen. Die Einweihung sowie erste Angebote sind für das Frühjahr 2026 geplant.

150 Jahren Paul-Gerhardt-Stift: Das Paul-Gerhardt-Stift feiert 2026 einen runden Geburtstag. Das Stift wurde 1876 im Kreuzberg als Diakonissenhaus gegründet – vor 150 Jahren. Im Jubiläumsjahr gibt es verschiedene Höhepunkte. Los geht es mit der Grundsteinlegung für einen Neubau am 14. Januar, auf die ein Benefizkonzert mit Max Mutzke am 22. Januar folgt (allerdings nicht im Wedding). Die eigentliche Geburtstagsfeier ist am 7. Juni. Von 14 bis 18 Uhr findet das Jahresfest statt, das 2026 das Jubiläum feiert. Mehr zu 150 Jahre Paul-Gerhardt-Stift steht auf einer eigens eingerichteten Jubiläumsseite. Übrigens: Seit 1887 befindet sich der Stiftungssitz in der Müllerstraße 56, also auch schon seit 139 Jahren.

Blick durchs Fenster im Fliednersaal auf den Hof des Paul-Gerhardt-Stifts
Blick durchs Fenster im Fliednersaal auf den Hof des Paul-Gerhardt-Stifts. Foto: Hensel

Anbau Olof-Palme-Zentrum: Das genaue Eröffnungsdatum ist noch nicht festgelegt. Aber klar ist, dass der Anbau des Olof-Palme-Zentrums (OPZ) in der Demminer Straße 28 im Jahr 2026 eröffnet wird. Wird es später Frühling, wird es Sommer, wird es Herbst? Das ist unklar. Klar ist nur, dass es eröffnet und dass der Anbau mehr Platz für die Nachbarschaftsarbeit bringen wird. Auch der Kinder- und Jugendbereich profitiert von der Baumaßnahme, denn er wird sich das bisherige OPZ nicht mehr so häufig mit dem Nachbarschaftsbereich teilen müssen. Nach Jahren der Mehrfachnutzung mit Höhen und Tiefen wird es mit der Eröffnung eine stärkere Trennung der Bereiche geben. Das OPZ wird von der Pfefferberg Stadtkultur gGmbH im Auftrag des Bezirks betrieben.

Wedding 2026: Drei offene Baustellen

Drei offene Rechnungen nimmt der Wedding mit ins Jahr 2026. Es handelt sich dabei um drei wichtige Orte, für die die Zukunft noch etwas mehr ungeschrieben und unsicher ist als für andere.

Parkcafé Rehberge: Am besten sieht es wahrscheinlich noch fürs Parkcafé Rehberge aus. Der Verein Parkcafé Rehberge will das leerstehende Parkcafé Rehbergean der Catcherwiese im Volkspark Rehberge seit Jahren zu einem Begegnungsort für die Nachbarschaft machen. Die Finanzierung eines Umbaus durch die Lotto-Stiftung Berlin hing zuletzt in der Warteschleife, weil der Bezirk eine Anpassung der Vertragsgrundlage forderte. Nachdem im vergangenen Jahr der Bauantrag für den Umbau gestellt wurde, harren die vielen Fans des Projekts weiter aus und warten darauf, dass es losgeht. Ob es 2026 so weit ist? Zuletzt hatte das Brunnenmagazin im Juni 2025 berichtet: Mit langem Atem fürs Parkcafé Rehberge.

Karstadt am Leopoldplatz: Die Karstadt-Filiale ist seit Anfang 2024 geschlossen. Im Erdgeschoss gibt es einige Geschäfte und einen Supermarkt – das Warenhaus selbst steht leer. Der Bezirk hatte verschiedene Ideen für eine Zwischennutzung entwickelt, unter anderem sollte eine Kulturetage den Leerstand beenden. Von der Eigentümerin des Hauses, der Versicherungskammer Bayern, gab es dafür allerdings keine Zustimmung. Wie die Zukunft des Hauses aussieht, ist derzeit unklar.

Karstadt am Leo
Karstadt am Leo. Foto: Hensel

Ehemaliger Diesterweg-Standort: Das ist eine der langen Leidensgeschichten im Stadtteil. Seit 2011 steht das Schulgebäude zwischen Putbusser Straße und Swinemünder Straße leer. Früher war hier das Diesterweg-Gymnasium untergebracht, davor das Ranke-Gymnasium. Aufgegeben wurde das Areal, weil der Bezirk damals von sinkenden Schülerzahlen ausgegangen war und glaubte, die Schule nicht mehr zu benötigen. Seitdem ist vieles passiert, es gab mehrere Wendungen und viel Blockade. Inzwischen steht das Haus unter Denkmalschutz, verfällt und wird eigentlich dringend als Schule benötigt, weil Schulplätze fehlen. Doch eine Finanzierung ist nicht in Sicht. Zumindest der Schulhof und der frühere Sportplatz werden ab 2026 wieder genutzt (siehe weiter oben). Dem Gebäude steht aber wahrscheinlich noch ein längerer Leerstand bevor. Mehr zu dem Fall steht im Beitrag OSZ Wedding: Endet der Leerstand 2031?

Dieser Text wurde von einem Menschen geschrieben.

📍 Kiez: ,

Kommentare

  1. Avatar von E. Mantei

    Die heutigen Beiträge waren für mich äußerst interessant und ich habe viel Neues erfahren. Vielen Dank für die umfangreichen Recherchen.

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Vielen Dank, Herr Mantei! Das freut mich, dass die Arbeit geschätzt wird.

  2. Avatar von blissful2fdde19bf6
    blissful2fdde19bf6

    Vielen Dank für diesen umfangreichen Überblick!
    … verbunden mit den besten Wünschen zum neuen Jahr.
    VG Alain

    1. Avatar von Dominique Hensel

      Vielen Dank! Dir auch alles Gute für 2026, Alain!

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Brunnenmagazin

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen